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Heiligenhaus
Rotarier fördern junge Berufseinsteiger

Heiligenhaus. "Persönliches Engagement wird heutzutage viel zu wenig gewürdigt", bedauert Reinhard Schulze Neuhoff. Er ist bei den Velberter Rotariern zuständig für die Jugendarbeit und Mitinitiator eines besonderen Förderpreises. Vor elf Jahren schenkte sich der Club zum eigenen 100-jährigen Bestehen diesen Preis für junge Menschen selbst.

Seitdem werden regelmäßig Menschen in Ausbildung gefördert. In diesem Jahr konnten sich fünf Bewerber für den Preis qualifizieren, das Preisgeld von 3000 Euro wurde unter ihnen aufgeteilt. Gute Noten seien für die Bewerbung zwar wichtig, aber nicht allein ausschlaggebend, wie die Kandidaten und ihre Lebensläufe zeigen: Patrick Siebert hat bereits eine Ausbildung zum Industriemechaniker absolviert, bevor er seine Fachhochschulreife nachholte, um sich zum Technischen Produktdesigner ausbilden lassen. Schon seit Eintritt bei der Firma Witte war er Ansprechpartner für jüngere Mitarbeiter, heute ist er in der Jugend- und Auszubildendenvertretung aktiv. Lisa-Katharina Kickartz-Grabowsky ist ausgebildete Elektronikerin für Betriebstechnik bei der Firma Erbslöh in Velbert-Neviges, sie schloss die Berufsschule mit einem Notenschnitt von 1,1 ab. Im Herbst letzten Jahres begann sie ihr Studium der Elektrotechnik an der Hochschule Bochum. Neben ihrem Beruf ist sie seit elf Jahren Feuerwehrfrau; 2009 startete sie in der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Heiligenhaus. Bei der befreundeten Velberter Feuerwehr ist Laura Bonnemann seit einigen Jahren als Feuerwehrfrau im Einsatz. Sie hat ihre Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Firma C. Ed. Schulte mit sehr guten Noten bestanden. "Ein gutes Beispiel für die Durchlässigkeit des Schulsystems, so Schulze Neuhoff, sei Sebastian Blank. Nach seinem Hauptschulabschluss holte er auf dem Niederberger Berufskolleg die Fachhochschulreife Metall nach. Auch seine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker bei der Firma Huf Tools schloss er erfolgreich ab, nun studiert er berufsbegleitend, um seinen Bachelor in Maschinenbau zu erlangen. Konsequenz und Durchsetzung braucht es auch für seine Leidenschaft: dem Taekwondo. Dort ist er seit 1998 dabei, heute ist er Übungsleiter und war vier Jahre lang sogar Jugendwart. Als Pfadfinderin gehört auch Annika Hartmann zu den Geehrten. Nach einem Auslandspraktikum in Großbritannien beendete sie ihre Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Firma Hülsbeck & Fürst in Velbert ebenfalls mit Bestnoten. Parallel dazu begann sie ein Abendstudium. Auch im nächsten Jahr sind Auszubildende wieder aufgerufen, sich für die Auszeichnung zu bewerben. Schulze Neuhoff rät: "Nur Mut! Wer sich engagiert weiß ohnehin, dass es sich auf vielfältige Weise auszahlt." Infos unter www.rotary1870.de.

(sade)
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