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Lokalsport
Svitolinas Sieg mit fremdem Schläger reicht nicht

Ratingen. Die Ukrainerin wurde kurzfristig zum Duell der RTC-Frauen eingeflogen. Am Ende steht ein 4:5 in Karlsruhe. Von André Schahidi

Fremde Schuhe, fremder Schläger - und trotzdem reichte es zu einem Sieg für Elina Svitolina vom Ratinger TC. Allerdings nur zu einem persönlichen, denn der enttrohnte Deutsche Meister verlor sein abschließendes Duell der Frauen-Bundesliga beim TC Karlsruhe mit 4:5.

Die Vorzeichen waren nicht so gut. Sesil Karatantcheva sagte kurzfristig ab, sie spielte ein Turnier in Bukarest. Elina Svitolina lag eigentlich schon in Monaco am Strand, hatte Urlaub. Dann rief Daniel Meier an - er brauchte sie. Svitolina stieg in den Flieger, hatte jedoch keine Ausrüstung dabei. Schuhe wurden ihr gekauft, der Schläger von einer Teamkollegin geliehen. "Das geht normalerweise gar nicht", sagt Meier. "Der eigene Schläger ist schon wichtig." Nicht für die Ukrainerin. Sie ließ sowohl im Einzel gegen Laura Siegemund, immerhin Nummer 35 der Welt, beim 6:3, 6:3 nichts anbrennen und überzeugte auch im Doppel an der Seite von Nicola Geuer gegen Andreea-Christina Mitu und Anne Schäfer. Dort reichte es allerdings nicht ganz zum Erfolg - im Match-Tiebreak unterlagen die Ratinger 6:7, 6:3, 10:12.

"Mit der Bilanz können wir trotzdem absolut zufrieden sein. Trotz des abgespeckten Etats haben wir drei Siege geholt. Wenn wir uns gegen Stuttgart keinen Ausrutscher geleistet hätten, wären es vier geworden." Das hätte auch so klappen können - wäre nicht die unglückliche Niederlage in Karlsruhe gewesen. Eine große Hypothek war der 0:2-Rückstand, mit dem die Ratinger in das Duell gingen. "Natalia Vajdova war verletzt, ich musste sie aber aufstellen, weil meine anderen Spielerinnen alle auf Turnieren unterwegs sind", sagte Meier. So gingen beide Punkte kampflos an die Karlsruher.

Doch die restliche Besetzung glich das in den Einzeln zunächst aus. Michaela Krajicek gewann locker 6:1, 6:4 gegen Mitu, Nicola Geuer lieferte sich gegen Dalma Galfi einen Tiebreak-Krimi. "Sie hatte schon drei Matchbälle gegen sich und gewann am Ende trotzdem noch 16:14", sagte Meier. Imke Küsgen verlor zwar 7:5, 6:3 gegen Eleonora Molinaro; weil jedoch Nicole Thijssen noch 6:3 und 6:1 gegen Chantal Sauvant gewann, ging es mit einem 3:3 in die abschließenden Doppel.

Hier mussten beide verbleibenden Spiele gewonnen werden, da die Vajdova-Punkte kampflos nach Karlsruhe gingen. Krajicek und Thijsen gewannen locker 6:3, 7:5 gegen Molinaro und Sauvant; dann kam es auf das letzte Doppel an. Hier verlangte Svitolina an der Seite von Geuer mit fremden Schläger ihren Gegnerinnen alles ab - doch der Tie-Break machte den Traum vom vierten Saison-Erfolg zunichte. Mit einer 6:6-Bilanz beendet der RTC die Saison trotz des abgespeckten Etats auf dem Dritten Rang hinter Meister Regensburg und Karlsruhe.

Quelle: RP
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