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Neujahrsempfang
Was die Lebenshilfe 2016 vorhat

Ratingen. Jedes Jahr ist die Lebenshilfe Kreisvereinigung Mettmann dankbar dafür, dass der Neujahrsempfang im Ärztezentrum des St. Marienkrankenhauses stattfinden kann. Die Vorsitzende Nicole Dünchheim konnte auch diesmal mehr als 130 Gäste begrüßen, darunter Bürgermeister Klaus Konrad Pesch und den Festredner des Abends, Markus Reimer, Philosoph und Autor für Managementsysteme und Experte für Innovation. In seinem Grußwort erinnerte Pesch an zahlreiche Veranstaltungen der Lebenshilfe, an denen er teilgenommen hat, wobei er unterstrich, dass "die Lebensfreude Ihrer Schutzbefohlenen unerlässlich ist und ich dankbar bin, dass sie ausgelebt werden kann".

In ihrem Rückblick ging Dünchheim auf das neue Wohn- und Teilhabegesetz ein, das vorschreibt, 80 Prozent der Bewohner bis 2018 in Einzelzimmern unterzubringen. "Wir haben uns jedoch das Ziel gesetzt, 100 Prozent zu erreichen, auch durch Neubaumaßnahmen in Langenfeld und Velbert." Ein Highlight 2015 seien die sportlichen Erfolge der Lebenshilfe-Athleten bei den Special Olympics-Wettbewerben, vor allem die Teilnahme an den Weltspielen in Los Angeles. "Das ist ohne unsere treuen Sponsoren wie Lars Glindemann vom Autohaus Jungmann in Wülfrath, Felicitas Daum vom Flughafen Düsseldorf und Alice Thormälen aus Ratingen nicht möglich."

Erfreut zeigte Dünchheim sich über erste Schritte der Kooperation mit Krankenhäusern, wobei der erhöhte Betreuungs- und Pflegebedarf durch Mitarbeiter der Lebenshilfe erfolgen soll. Bei ihrem Ausblick auf 2016 nannte die Vorsitzende als Schwerpunkte die Umstrukturierung der Lebenshilfe zu einem professionellen Dienstleister, die Einführung des betrieblichen Gesundheitsmanagements und die Zertifizierung nach DIN ISO 9001. "Wir freuen uns sehr, dass sich Markus Reimer für die nächsten drei Jahre als Zertifizierungsauditor zur Verfügung gestellt hat."

Der mit Spannung erwartete Vortrag von Reimer über das Thema "Wa(h)re Innovation - warum und wie wir anders denken müssen" nahm die Zuhörer von der ersten Minute an in Bann. In seiner lockeren Art nahm er zuerst die Innovationshemmnisse unter die Lupe wie Aussagen "Das haben wir schon immer so gemacht" oder "Das funktioniert niemals". Als Grundlage für eine gelingende Innovation nannte Reimer das "Waterline-Prinzip": Bohre man ein Schiff unter der Wasserlinie an, gehe es unter, bohre man über der Wasserlinie, sei die Bohrung erfolgreich. "Neues ist aber erst eine Innovation, wenn sie nicht nur funktioniert, sondern auch vom Markt angenommen wird."

Wichtig sei, die allen Menschen anhaftende Bequemlichkeit zu überwinden und eine neue offene Innovationskultur, die Fehler akzeptiere und wo Ressourcen für Experimente zur Verfügung stehen, auch wenn sie nicht alle gelingen. "Gelingen von Innovationen setzt außerdem voraus, dass die Führungsebene Entscheidungen fällt und wir das Unmögliche denken." Die größten Impulse kämen, wenn Mitarbeiter und Kunden zu Fans gemacht werden.

Die musikalische Begleitung dieses Abends bot mit großer Perfektion der 13 Jahre alte Kilian Ensweiler der Musikschule Ratingen, der schon an zahlreichen Wettbewerben teilgenommen hat.

Quelle: RP
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