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Rhein-Kreis Neuss
Grüne: Kreis soll Verkauf der Krankenhäuser ausschließen

Rhein-Kreis Neuss: Grüne: Kreis soll Verkauf der Krankenhäuser ausschließen
FOTO: Berns, Lothar (lber)
Rhein-Kreis Neuss. In die laufende Strukturdebatte zur Krankenhaus-Landschaft im Rhein-Kreis schaltet sich die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen mit einem Antrag ein, der heute im Kreisausschuss diskutiert werden soll. Im Mittelpunkt steht die Grünen-Forderung, unter Einbeziehung eines externen Beraters "die Zusammenarbeit mit den öffentlichen Krankenhäusern im Umfeld" zu prüfen. Von Ludger Baten und Sebastian Peters

Eine Formulierung, die nicht nur eine naheliegende Zusammenarbeit mit dem städtischen Lukaskrankenhaus in Neuss zum Gegenstand einer Prüfung machen würde, sondern auch das städtische Elisabeth-Krankenhaus in Rheydt einbezieht, denn die Stadt Mönchengladbach gehört zweifelsohne zum "Umfeld". Durch Beschluss ausschließen wollen die Grünen aber, dass der Kreis seine beiden Kliniken in Dormagen und Grevenbroich an einen privaten Träger verkauft. Einen Verkauf hatte bisher noch niemand vorgeschlagen. Wohl aber hatte sich der Chef der CDU im Kreistag, Dieter W. Welsink, für eine Strukturdebatte ohne "Denkverbote" ausgesprochen. In Augen von Erhard Demmer, Fraktionschef der Grünen, dient der Antrag der "Klarstellung der Handlungsgrundlage für die Verwaltung". Die ist in Zugzwang geraten, da Krankenhaus-Direktor Ralf Nennhaus im Herbst nach Moers wechselt. Parallel wurde bekannt, dass die kreisweit fünf Akutkrankenhäuser insgesamt 142 ihrer 1761 Betten abbauen sollen; allein das St.-Elisabeth-Hospital in Meerbusch müsste 21 seiner 102 Betten streichen. Geschäftsführer Conrad Middendorf wehrt sich: "Eine solche Kürzung würde unserem Haus als spezialisierter Fachklinik mit weit überregionalem Einzugsgebiet nicht gerecht."

Quelle: NGZ
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