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Beide Trainer sehen im Gegner den Favoriten

Lokalsport: Beide Trainer sehen im Gegner den Favoriten
Zwei Punkte möchte Ronny Rogawska heute Abend gerne in der Waldsporthalle behalten, Abwehrchef Markus Neukirchen (r.) soll dabei helfen. FOTO: -woi
Korschenbroich. TV Korschenbroich erwartet heute Abend den Leichlinger TV zum "Spitzenspiel" der Dritten Handball-Liga West in der Waldsporthalle. Von Volker Koch

Den Begriff "Langeweile" hat Ronny Rogawska in dieser Handball-Saison aus seinem Wortschatz gestrichen. Erstmals zeichnet der 46 Jahre alte Däne nämlich in einer Spielzeit für zwei Mannschaften verantwortlich: das Drittliga-Team des TV Korschenbroich und dessen Reserve, die in der Verbandsliga aufläuft. "Das Ziel ist, dass beide Mannschaften im Sinne des gesamten TVK näher zusammen rücken", sagt Rogawska.

Heute Abend erfolgt schon die erste praktische Umsetzung. Denn im "Spitzenspiel" der Dritten Liga West, das um 20 Uhr den wie der TVK noch ungeschlagenen Leichlinger TV zu Gast in der Waldsporthalle sieht, wird Max Wirtz auf der Korschenbroicher Bank sitzen. Der hütet eigentlich den Kasten des Verbandsliga-Teams, doch weil Benedikt Köß beruflich verhindert ist, rückt er zum Gespannmann von Paul Keutmann auf.

Dass er ihm aus freien Stücken Einsatzzeiten geben kann, glaubt Rogawska nicht. "Denn das wird eine ganz heiße Kiste heute Abend", ist der Däne überzeugt. Da könnte er Recht haben. Denn heiße (und enge) Kisten waren die Aufeinandertreffen beider Klubs eigentlich immer. Die letzten vier endeten allesamt mit Siegen des TVK, von denen das 30:26 aus der Saison 2013/14 der mit Abstand klarste war. Die anderen Ergebnisse - 22:21, 32:30 und 30:29 - machen deutlich, das zwischen den Konkurrenten vor allem eines zählte: der Kampf.

"Wir sind mit Sicherheit nicht der Favorit", sagt Frank Lorenzet, bei den "Pirates" aus der Blütenstadt praktisch für alles zuständig und jetzt im zweiten Jahr in Folge auch wieder auf deren Trainerbank (meistens davor) tätig. "Das Team liegt uns nicht", sagt er über den TVK. Doch weder die Einschätzung seines Kollegen noch der Blick in die Statistik können Rogawska von seiner Überzeugung abbringen: "Leichlingen gehört für mich neben Neuss und Krefeld zu den drei Top-Favoriten der Liga. Die haben auf jeder Position mehr als nur einen Man, der richtig gut ist." Als Beispiel fällt ihm dazu im Rückraum neben Valdas Novickis - der Litauer ist für ihn schlicht und einfach "der beste Mittelmann der Liga" - der aus Duisburg gekommene Kevin-Christopher Brüren ein. Das Duo erzielte beim 37:34-Sieg über die SG Schalksmühle-Halver zusammen 21 Tore.

Überhaupt sind die "Pirates" die Torfabrik der Dritten Liga West: 72 Treffer stehen aus den ersten beiden Saisonspielen zu Buche, das sind 16 mehr als die Korschenbroicher bei ihren beiden Auftaktsiegen erzielt haben. Allerdings hat Lorenzet dabei "viel zu große Schwankungen" gesehen: "Das müssen wir noch in den Griff kriegen und viel länger unser Top-Niveau halten."

Für Rogawska ist deshalb (nicht nur) die heutige Marschrichtung vorgegeben: "Wir müssen und können unsere Spiele nur aus der Abwehr heraus gewinnen." Das funktionierte vor allem beim 34:23-Sieg in Lemgo außerordentlich gut: "Da haben die Jungs das spielerisch gut gelöst", sagt der Trainer, "dieses positive Ergebnis und Erlebnis hat ihnen auch Selbstvertrauen gegeben."

Das können sie gegen Leichlingen sicher gut gebrauchen. Für den Rest, hofft Rogawska, sollen die Fans sorgen: "Es wäre schön, wenn die Zuschauer die Mannschaft für die guten Leistungen mit ihrem Besuch belohnen würden. Viele Zuschauer und gute Stimmung würden uns sicherlich beflügeln."

Quelle: NGZ
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