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Lokalsport
Cathrin Dräger ist in Wuppertal obenauf

Lokalsport: Cathrin Dräger ist in Wuppertal obenauf
Auch mal kopfüber: (v.l.) Cathrin Dräger, Lisa Domröse und Sarah van Riesenbeck vom TV Germania Liedberg. FOTO: A. Jung-Lorenz
Liedberg. Beim Qualifikationsturnier zum Deutschland-Cup belegt die junge Rhönradturnerin des TV Germania Liedberg den ersten Platz. Von Dirk Sitterle

Das Rhönrad ist ein Turngerät, das aus zwei Reifen besteht, die mit jeweils zwei Stangen, Griffen und Brettern verbunden sind. Ganz einfach. Was die Beschäftigung mit dem großen Rad zu etwas ganz Besonderem macht, sind die sportlichen Möglichkeiten. Wer verstehen will, wie das majestätische Turngerät so tickt, sollte Cathrin Dräger (TV Liedberg) bei der Arbeit zusehen: Wenn sie im Rhönrad stehend Schwung holt. Sich mit dem Rad um die eigene Achse dreht. Sich mit dem Körper so eng an das Rohrgestänge schmiegt, dass es aussieht, als wäre sie selbst Teil der Lauffläche. Das Rhönrad stoppt, wenn sie ganz oben steht, sich dreimal um eine der Quersprossen, dreht. Dann noch einmal Schwung aufnimmt, bevor sie sich mit einem Hechtsprung aus dem Turngerät katapultiert und zum Stehen kommt.

Perfektion, die in Korschenbroich zu Hause ist. Der TV Germania 07 Liedberg und das Rhönradturnen gehören zusammen. Mitte März führte der international besetzte Liedberg-Pokal in seiner schon 33. Auflage 192 Turnerinnen und Turner aus 21 Vereinen zusammen. Nur eine Zwischenstation. "Der Aufwärtstrend hält weiter an", sagt die beim TVL für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Alexandra Jung-Lorenz. "Und erreichte beim Qualifikationsturnier zum Deutschland-Cup den vorläufigen Höhepunkt."

In Wuppertal zeigte Cathrin Dräger ihre bisher stärkste Leistung in einem Wettkampf und belegte vor der starken Konkurrenz aus Bonn und Essen Platz eins. Zur Belohnung fand sie Aufnahme ins Team des Rheinischen Turnerbundes, das am 5. November in Magdeburg in der Leistungsklasse AK 13/14 an den Start gehen wird. "Damit ist sie die erste Turnerin aus Liedberg, die den Sprung zu einem Turnier auf Bundesebene geschafft hat", stellt Alexandra Jung-Lorenz einordnend fest. In der gleichen Altersklasse beendete ihre Vereinskollegin Linda Plaschke den Wettkampf auf Platz fünf. Lisa Domröse schaffte es in der Leistungsklasse AK 19-24 mit einer starken Kür-Übung noch auf den dritten Rang. "Leider verhinderten die Vorleistungen die Qualifikation für das RTB-Team", führt Alexandra Jung-Lorenz erklärend aus. Sarah van Riesenbeck wurde in dieser Altersklasse Sechste. In der Leistungsklasse AK11/12 reichte es für Romina Holter zum fünften Platz, Christina Dräger (AK 17/18) schloss die Qualifikation auf Platz sechs ab. Herausragende Ergebnisse, die für Alexandra Jung-Lorenz keine Selbstverständlichkeit sind, "denn die Rahmenbedingungen in der sehr kleinen Liedberger Turnhalle sind sehr schwierig und die Erfolge damit umso höher zu bewerten."

Zum Deutschland-Cup kann jeder Landesturnverband pro Altersklasse (AK 11/12 bis AK 30/39) und Geschlecht bis zu drei Starter schicken. Zusätzlich zum Einkampf werden in diesem Jahr Demonstrationswettkämpfe in Sprung und Spirale angeboten.

Quelle: NGZ
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