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Die erwartete Schlappe

Tsvbayerdo: Die erwartete Schlappe
Dass Mikk Pinnonen mit vier Treffern Dormagens bester Feldtorschütze war, sagt viel über die "Angriffs"-Leistung des TSV Bayer gestern Abend. FOTO: M. Jäger
Dormagen. Nach sieben Minuten liegt Handball-Zweitligist TSV Bayer Dormagen in Minden schon 1:6 zurück, am Ende siegt der Tabellenführer mit 31:22. Von Volker Koch

Eigentlich hätte der TSV Bayer Dormagen die Kampa-Halle an der Mindener Hahlerstraße gestern Abend knapp sieben Minuten nach dem Anpfiff der Schiedsrichter Tolga Karamuk und Nikos Seliger (Berlin) schon wieder verlassen können - dann wäre der Handball-Zweitligist wenigstens früher zu Hause gewesen.

Zu diesem Zeitpunkt lag der Tabellendrittletzte bei Erstliga-Absteiger GWD Minden nämlich schon mit 1:6 im Hintertreffen. Ein Rückstand, von dem sich die Gäste vor der stattlichen Kulisse von 2054 Zuschauern während des gesamten Spiels nicht mehr erholen sollten. Am Ende gab es mit 22:31 (Halbzeit 10:16) die befürchtete achte Niederlage in Folge. Kurios: Zum insgesamt sechsten Mal in dieser Saison warfen die Dormagener 22 Tore.

Nach dem 1:6-Rückstand nahm Bayer-Trainer Jörg Bohrmann eine frühe Auszeit, ohne dass der Vortrag seiner Schützlinge wesentlich besser wurde. Es war das alte Lied: Die Dormagener präsentierten sich erneut angriffsschwach oder schafften es nicht, ihre herausgespielten Chancen in Tore umzumünzen. In den ersten neun Minuten scheiterten sie allein sechs Mal an Kim Sonne-Hansen zwischen den Mindener Torpfosten. Der Däne machte nach 51 Minuten und 13 gehaltenen Bällen Platz für Joel Birlehm, der am Samstag noch das Tor der A-Jugend beim Mindener Gastspiel in Dormagen gehütet hatte.

Auf der anderen Seite hatte es der TSV Bayer nur der erneut starken Leistung von Sven Bartmann zu verdanken, dass die gestrige Schlappe nicht zweistellig ausfiel. Die höchste Saisonniederlage (bisher 21:28 in Hagen) konnte der 28-Jährige mit seinen 15 Paraden aber auch nicht verhindern. Bezeichnend, dass Mikk Pinnonen, dessen Einsatz bis gestern wegen Krankheit fraglich gewesen war, mit vier Treffern bester Feldtorschütze der Gäste war (Sebastian Damm verwandelte alle fünf Siebenmeter), für Minden traf Charlie Sjöstrand (10) am besten.

"Wir haben die ersten zwölf Minuten komplett verpennt", sagte Bohrman, "danach haben wir langsam ins Spiel gefunden." Das lag in seinen Augen vor allem an einer guten Leistung von Jonathan Eisenkrätzer, der "als Spielgestalter viel Mut gezeigt" habe: "Letztlich war es das erwartete Spiel und Ergebnis."

Quelle: NGZ
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