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Lokalsport
Dormagen trifft sich mit Viersen zum Kellerduell

Rhein-Kreis. Landesliga: VdS Nievenheim tankt im Kreispokal Selbstvertrauen. Jüchen/Garzweiler baut wieder auf Tom Watolla.

Wenn die Fußballer des TSV Bayer Dormagen morgen beim 1. FC Viersen antreten, wird die Anspannung groß sein. Beide Mannschaften stehen in der Landesliga noch ohne Sieg Seite an Seite auf den letzten Tabellenpositionen. Es ist damit ein ungemein wichtiges Spiel. Denn für den Verlierer sieht es dann sehr düster aus.

Am vergangenen Wochenende hatte sich Enttäuschung, Wut und Tristesse beim TSV breitgemacht. Nach einem klaren 0:2-Rückstand im Kreisduell mit dem VfL Jüchen/Garzweiler schaffte die Truppe in der Nachspielzeit erst den vielumjubelten Ausgleich zum 2:2. Doch statt diesen einen Zähler mitzunehmen und den Kontrahenten somit nah bei sich zu halten, ließ sich die Dormagener Hintermannschaft übertölpeln und kassierte mit dem letzten Jüchener Angriff des Spiels dann doch noch den Treffer zum 2:3. Aber es hilft alles nichts, gegen den 1. FC Viersen muss der verunsicherte Aufsteiger erneut kämpfen und endlich die individuellen Fehler abstellen. Die Chance zu drei Punkten ist auf dem Silbertablett serviert, denn Viersen spielt bisher eine noch schwächere Saison als Dormagen und hat erst einen Punkt auf dem Konto.

Der VfL Jüchen/Garzweiler hat sich durch den Sieg gegen den TSV auf den 15. Tabellenplatz vorgeschoben und tat mit dem Erfolg vor allem etwas für die eigene Moral. Nun wartet im SC Union Nettetal ein wiedererstarkter Gegner auf den VfL. Nachdem Trainer Chiquinho aus dem Amt entlassen wurde und Andreas Schwan den Posten übernommen hat, läuft es in Nettetal. Wettbewerbsübergreifend wurden vier Partien gewonnen - im Niederrheinpokal gab es einen 4:1-Sieg über den Oberligisten SV Hönnepel/Niedermörmter. "Das ist schon eine Ansage. Sie rufen nun ihre Qualität ab und gehören für mich fußballerisch und kadertechnisch absolut zum oberen Drittel der Liga", lobte Jüchens Coach Sebastian Muyres den Gegner. In der vergangenen Saison war Nettetal für das starke Umschaltspiel bekannt, in den zurückliegenden Wochen setzte die Union eher auf offensives Pressing. Beim VfL wird Tom Watolla wieder das Tor hüten können. Aufgrund des Schützenfestes in Gustorf sollte die Partie gegen Jüchen im Kreispokal eigentlich abgesagt werden. Damit Watolla seine Sperre von zwei Pflichtspielen jedoch absitzen konnte, wurde gestern Abend doch noch gespielt, auch wenn Gustorf mit einer Rumpftruppe antrat. "Wir haben darum gefleht und sie haben es zum Glück gemacht", so Muyres. So kann Watolla gegen Nettetal spielen.

Der VdS Nievenheim war schon am Dienstag im Kreispokal aktiv und besiegte die Sportfreunde Vorst mit 4:0. Der Erfolg war Balsam für die geschundene Seele der Dormagener. "Es war zu merken, dass die Jungs mit Spaß bei der Sache sind und 90 Minuten Gas gegeben haben", beschreibt VdS-Co-Trainer Sinan Muslu die Partie. Nun soll auch in der Liga nachgelegt werden. Bei einem Sieg über die Spielvereinigung Heiligenhaus, die jedoch seit vier Ligapartien ungeschlagen ist, würde der VdS den Kontrahenten in der Tabelle überholen. Respekt haben sie in Nievenheim vor allem vor Christian Schuh, dem Topstürmer der Spielvereinigung. "Ihn dürfen wir nicht aus den Augen lassen. Vor dem Tor ist er eiskalt. Ich erwarte, dass sie sich hinten reinstellen werden und auf Konter spielen. Wichtig ist, dass wir 90 Minuten Gas geben und nicht verlieren", sagt Nievenheims Co-Trainer Sinan Muslu.

(pr)
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