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Eine Tour für die Ewigkeit

Neuss. Davon kann man, sofern man welche hat oder sie noch bekommt, seinen Enkeln erzählen: wie die Tour de France durch den Rhein-Kreis gerollt ist. Ein paar Sekunden nur hat es gedauert, doch die haben nachhaltigen Eindruck hinterlassen bei allen, die dabei waren. Und das waren nicht wenige, die von Büderich bis Korschenbroich die Straßen säumten. Genaue Zahlen werden kaum zu erhalten sein, doch die Resonanz übertraf an allen Orten die gewiss nicht geringen Erwartungen. Mehr als 100.000 in Neuss, sicher nicht weniger im Rest des Kreises - das Engagement, die Tour in die Region zu holen, hat sich gelohnt, auch wenn der "Ertrag" nur schwer zu messen sein dürfte.

Dass in manchen Städten, allen voran in Neuss, ein Teil der Politiker den Bürgerwillen offenbar grandios missverstanden hat, als er eine Beteiligung an diesem Engagement ablehnte, sollte den Beteiligten in Zeiten weit verbreiteter Politikverdrossenheit zu denken geben. Die gestrige Abstimmung mit den Füßen ergab jedenfalls ein ganz anderes Resultat als die in manchem Stadtrat. Noch eines bleibt positiv hervorzuheben - und es spricht Bände, dass man dies in diesen finsteren Zeiten ausdrücklich erwähnen muss: Es ist nichts passiert am Rande der Strecke, wo zwischen Düsseldorf und Lüttich Millionen friedlich beieinander standen und feierten.

Die Tour de France ist, zumindest für den Rhein-Kreis, Geschichte - freuen wir uns aufs nächste Großereignis dieser Art, egal ob es Tour de Neuss oder Schützenfest heißt.

volker.koch@ngz-online.de

Quelle: NGZ
 
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