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Elephants greifen viel zu spät an

Lokalsport: Elephants greifen viel zu spät an
Terrence Williams (l.) im Zweikampf mit Raed Mostafa. FOTO: Christina Eri
Grevenbroich. Bei der 74:82-Niederlage gegen ART gibt Terrence Williams ordentliches Debüt. Von Dirk Sitterle

Wenn es noch eines letzten Beweises bedurfte, dass die NEW' Elephants in dieser Saison nicht zu den Topteams der Basketball-Regionalliga gehören, dann lieferte den die über weite Strecken blutleere Vorstellung bei der 74:82-Pleite (Halbzeit 26:32) als Gast des Aufsteigers ART Düsseldorf. Läuft es ganz dumm, müssen die Korbjäger aus Grevenbroich, die im Moment nur aus großen Namen bestehen, sogar aufpassen, nicht in den Abstiegskampf verstrickt zu werden.

Die dritte Niederlage im fünften Match gab jedenfalls den Kritikern Stoff, die der als reine Spaßtruppe verschrienen Mannschaft von Trainer Hartmut Oehmen höhere Ambitionen gänzlich absprechen. Selbst den stets optimistischen Coach irritierte der "sehr mutlose" Auftritt seiner doch so erfahrenen Jungs ziemlich. Neben der unterirdischen Wurfausbeute aus der Nah- und Mitteldistanz von unter 35 Prozent (sogar die Dreierquote lag mit 37% darüber) machte Oehmen seine beiden Center hauptverantwortlich für die Nullnummer: Während nämlich Düsseldorfs für diese Position eher kleine US-Amerikaner Kendall Chones seine 122 Kilogramm unter den Körben für 18 Punkte und neun Rebounds nutzte, blieben die 2,10 Meter und 2,07 Meter großen Giganten der Elephants bei insgesamt neun Rebounds hängen. Marvin Kruchen legte fünf Punkte auf, Lennard Jördell ging sogar völlig leer aus. Dabei hatte der Leverkusener noch gegen Herford mit 19 Zählern überzeugt. Die Berg- und Talfahrt seines sensiblen Schützlings stresst zwar auch Oehmen, "eigentlich hätte er doch vor Selbstbewusstsein nur so strotzen müssen", doch er ist sich sicher: "Das ist ein psychisches Problem - das kann man in den Griff kriegen."

Weil außerdem Dainius Zvinklys (neun Punkte) und Marko Boksic (7) noch meilenweit von der Form der vergangenen Saison entfernt sind, lagen die Elephants zu Beginn des letzten Viertels mit 48:69 (33.) hinten. Erst jetzt zeigte das Team Herz: Angetrieben von Regisseur Farid Sadek, der wegen des Ausfalls von Nick Larsen die vollen 40 Minuten gehen musste und dabei 19 Punkte und sechs Rebounds markierte, und Simon Bennett (15 Punkte, 3/3 Dreier im Schlussdurchgang) entschied es die letzten sechs Minuten mit 26:13 zu seinen Gunsten. Für die Wende reichte das aber nicht mehr.

Ein ordentliches Debüt gab Terrence Williams: Für den neuen US-Import, dessen Spielberechtigung erst am Freitag eingetroffen war, standen elf Punkte und elf Rebounds zu Buche. Die besten Düsseldorfer waren Kendall Chores sowie die beiden Litauer Paulius Kleiza (23) und Deividias Sabeckis (14).

Quelle: NGZ
 
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