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Basketball
Elephants verprügeln Angstgegner Ronsdorf

Basketball: Elephants verprügeln Angstgegner Ronsdorf
Das Beweisfoto: Elephants-Center Jo Lange gelingt im Heimspiel gegen Ronsdorf der erste Dunk seit rund sieben Jahren. FOTO: Lothar Berns
Grevenbroich. Im vierten Anlauf hat es endlich geklappt. Der Basketball-Regionalligist aus Grevenbroich fertigt überforderten Kontrahenten mit 104:47 ab. Von Dirk Sitterle

Die größere Herausforderung wartete auf die Basketballer des Regionalligisten NEW' Elephants nach dem Spiel. Angeführt von den Party-Biestern Simon Bennett, Marvin Kruchen und Basti Becker feierte die Mannschaft nämlich den 104:47-Heimsieg (Halbzeit 52:13) über die als Angstgegner angereiste DT Ronsdorf in der Neusser Skihalle. "Und das wird auf jeden Fall richtig hart", kündigte Trainer Hartmut Oehmen, selbst allerdings ein überzeugter Alkohol-Abstinenzler, in gespielter Verzweiflung an.

Allzu viel Energie dürften die gut aufgelegten Korbjäger aus Grevenbroich zuvor nicht verbraucht haben, denn die ohne Nikola Jovanovic, Michal Twarog und den nur als Coach anwesenden Ex-Nationalspieler Gordon Geib angetretenen Gäste waren kein ernsthafter Kontrahent. Die Wuppertaler erinnerten in keiner Phase der einseitigen Partie an die Truppe, die zuvor alle drei Duelle mit den Elephants in der Regionalliga gewonnen hatte. Also hatten die Hausherren die Ausrufezeichen alleine zu setzen: Für die spektakulärste Aktion sorgte bereits in der achten Minute der Litauer Dainius Zvinklys mit seinem energiegeladenen Dunk zum 22:9, der sicher selbst den sechsmaligen NBA-Champion Michael Jordan begeistert hätte. Die mitreißende Showeinlage des Sprungwunders war eingebettet in eine 19:0-Serie der Gastgeber, die Marko Boksic mit einem gelungenen Wurf von jenseits der Drei-Punkte-Linie zum 33:9 (12.) abschloss. Noch bitterer wurde es für die Bergischen, die in dieser Verfassung keine Aussicht auf den Klassenverbleib haben, im zweiten Viertel.

Das gaben sie mit 4:22 ab. Ihr offensiver Output dabei: Ein Feldkorb und zwei verwandelte Freiwürfe - jeweils durch Center Goran Tomic, auf dessen Konto zehn der von Ronsdorf bis zur Pause nur 13 (!) erzielten Punkten gingen. Selbst der auf diesem Spielniveau schon seit einer gefühlten Ewigkeit tätige Oehmen vermochte sich nicht zu erinnern, jemals einen derartig unterirdischen Auftritt miterlebt zu haben. Um seine Jungs bei Laune zu halten, versprach er ihnen in der Halbzeitpause einen Kasten Bier, wenn sie Ronsdorf unter 30 Punkten halten würden. Keine Arroganz, sondern purer Selbstschutz, "denn die größte Herausforderung in diesen Spielen ist, dass sich bei nachlassender Spannung niemand verletzt", erklärte Oehmen, der zudem den leicht am Fuß verletzten Zvinklys draußen ließ.

Obwohl Kapitän Simon Bennett und der spielende Co-Trainer Markus Hallgrimson, am Ende mit 23 Zählern (6/10 Dreier) Topscorer der Partie, die Prämie spontan auf drei Kästen erhöhten, knackte Ronsdorf die 30-Punkte-Marke bereits im dritten Viertel (78:33/30.). Für Stimmung sorgte Center Jo Lange, als er den Ball zum 78:30 in den Korb stopfte. Danach verriet der 29-Jährige schmunzelnd: "Meinen letzten Dunk habe ich, glaube ich, mit 22 in der Bundesliga gemacht." Den Kasten Bier gab es schließlich doch noch. Es traf Markus Hallgrimson, der mit seinem "Dreier" zum 101:44 die Schallmauer von hundert Punkten durchbrach.

Während die Elephants mit dem Sieg nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur zurückkehrten, mussten die RheinStars Köln die Tabellenführung nach ihrer 91:94-Pleite im Topspiel wieder an Münster abgeben.

Quelle: NGZ
 
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