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Lokalsport
Klatt will Start nicht überbewerten

Neuss. 3. Handball-Liga West: Neusser HV erwartet morgen Eintracht Baunatal. Von Volker Koch

Ceven Klatt ist noch Neuling im Trainergeschäft - die aktuelle Spielzeit der 3. Handball-Liga West ist die erste, in der er von Beginn als Chef auf der Bank des Neusser HV sitzt. Trotzdem kennt der 33-Jährige die Mechanismen seiner Branche schon genau. "Sicher, wir haben ein gutes Spiel gemacht", sagt er rückblickend auf den 36:26-Sieg im Lokalduell beim TV Korschenbroich, "aber ansonsten ist ja noch nichts passiert."

Deshalb, ist Klatt überzeugt, falle es auch nicht schwer, "die Jungs auf dem Teppich zu halten: Da ist keiner, der jetzt abhebt." Und deshalb sieht er auch keine Gefahr, dass seine Schützlinge einen Gegner auf die leichte Schulter nehmen könnten. Den kommenden schon gar nicht. Denn den GSV Eintracht Baunatal, der sich morgen (19 Uhr) zum ersten Mal in der Geschichte beider Klubs in der Hammfeldhalle vorstellt, schätzt er als durchaus ernst zu nehmenden Kontrahenten ein: "Die haben sich in ihren beiden Auftaktspielen richtig gut verkauft", sagt Klatt nach dem Videostudium der Partien beim TSV Bayer Dormagen (21:24) und gegen den VfL Eintracht Hagen (25:28). "Wer gegen die beiden Zweitliga-Absteiger so gut mithält, den schlägst du nicht im Vorbeigehen", sagt der Neusser Trainer.

Sein Kollege Mirko Jaissle ist nicht zu beneiden. Erst der Schock über die Versetzung aus der Ost- in die Weststaffel, in der Baunatal der einzige Klub ist, der nicht aus NRW kommt. "Wir fahren jedes zweite Wochenende die A44 'rauf und wieder runter", sagt der 44-Jährige, der als Spieler bei der HSG Gensungen/Felsberg lange Jahre zum Inventar der Zweiten Liga gehörte.

Dann der Schock über den Spielplan, der ihm zum Auftakt die beiden Zweitliga-Absteiger und im Neusser HV einen der Mit-Favoriten auf den Aufstieg beschert. Und mit den Partien gegen Longerich, in Korschenbroich, in Leichlingen und gegen Krefeld geht es nicht unbedingt einfacher weiter. Und schließlich noch der Schock über die Verletzungen, die sich die beiden Zweitliga-erfahrenen Phil Räbiger (Rückraum) und Constantin Paar (Torhüter) am ersten Spieltag in Dormagen zuzogen. Beide fehlten gegen Hagen, ob beide morgen dabei sind, ist offen. Vor allem unter diesen Umständen war der Eintracht-Trainer mit dem Auftritt im ersten Heimspiel zufrieden: "Die Jungs sind an ihre Grenzen gegangen. Es hat nicht alles gepasst, aber es war trotzdem eine hervorragende Leistung."

Klatt glaubt trotzdem zu wissen, wo und wie er die Gäste packen kann: "Wir müssen sie mit unserem Umschaltspiel knacken, da sind sie nämlich nicht so schnell wie wir." Damit diese Taktik überhaupt zum Tragen kommt, bedürfe es aber einer "stabilen 6:0-Deckung". Um die morgen Abend aufzubauen, steht ihm sein komplettes Aufgebot zur Verfügung.

Quelle: NGZ
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