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Lokalsport
Matchstrafe für Lingscheidt überschattet Niederlage

Neuss. Eishockey: Dem Neusser EV drohen nach Zwischenfall in Hamm eine lange Sperre seines Spielers und eine Geldstrafe.

Der sportliche Verlauf des Eishockeyspiels des Neusser EV in der Zwischenrunde der 1. Liga West bei den Hammer Eisbären ist schnell erzählt: Die Gastgeber wurden vor 437 Zuschauern ihrer Favoritenrolle mit einem klaren und verdienten 5:1-Erfolg (3:0, 0:0, 2:1) gerecht.

Die Neusser mussten trotz eifriger Gegenwehr schon in der neunten Minute die Hammer Führung durch Robin Löcke hinnehmen und gerieten Mitte des ersten Drittels nach Treffern von Lari Mäkijärvi (16.Minute) und Dustin Demuth (18.) auf die Verliererstraße. Im Schlussdrittel erhöhten die Eisbären durch Igor Furda und Ibrahim Weißleder auf 5:0, ehe dem NEV durch Francesco Lahmer nach Vorlage von Holger Schrills und Niklas Solder in der 59. Minute der Ehrentreffer gelang.

Das torlose Mitteldrittel - eigentlich ein annehmbares Zwischenergebnis für den NEV - wird den Gästen aufgrund einer turbulenten Szene in der 35. Minute schmerzlich in Erinnerung bleiben: Nils Lingscheidt kollidierte, als er dem Puck nachjagte, auf Höhe der Strafbank mit der unglücklich positionierten Schiedsrichterin Katja Bandlowsky. Beide kamen zu Fall, und Lingscheidt wurde mit einer Matchstrafe in die Kabine geschickt.

Das könnte für Lingscheidt eine Sperre für mehrere Spiele und für den Neusser EV eine empfindliche Geldstrafe bedeuten. Im Zusatzbericht vermerkte die Schiedsrichterin, dass der Spieler ihr mit dem Stock auf den Oberschenkel geschlagen und sie beleidigt habe. Dem widersprach in einem von den Gästen verfassten Zusatzbericht sogar der Hammer Kapitän Tim Pietzko, der zum Zeitpunkt des Vorfalls ganz nahe bei dem umstrittenen Geschehen auf der Strafbank gesessen hatte.

Rainer Drücker (Kaarst), der Kontrollausschuss-Vorsitzende des Eishockey-Landesverbandes, der nach Beurteilung der Sachlage das Strafmaß beim Spielgericht beantragt, konnte gestern noch nicht Stellung nehmen, weil ihm die Berichte in schriftlicher Form noch nicht vorlagen und er die beiden anderen Schiedsrichter sowie den anwesenden Schiedsrichter-Beobachter Dietmar Schönherr erst befragen wollte.

(K. K.)
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