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NEW' Elephants blicken voll durch

Lokalsport: NEW' Elephants blicken voll durch
Durchgebissen: Der schwer angeschlagene Dainius Zvinklys behauptet sich im Zweikampf mit Sechtems massigem Center Timothy Mitchell. FOTO: Privat
Grevenbroich. Der Basketball-Regionalligist aus Grevenbroich gewinnt in Sechtem mit 93:62. Von Dirk Sitterle

Schon vor der Partie als Gast der SG Sechtem in der von ihm und seinen Jungs wenig geschätzten Dreifach-Sporthalle des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Bornheim war sich Hartmut Oehmen zum ersten Mal in seinem Leben sicher gewesen, "dass wir hier gewinnen würden." Nach dem sogar mächtig beeindruckenden 93:62-Sieg (Halbzeit 48:35) bilanzierte der Trainer des Basketball-Regionalligisten NEW' Elephants aufgeräumt: "Wir haben sehr, sehr eindrucksvoll im dunklen Loch gewonnen." Und lächelnd fügt er hinzu: "So schummerig wie sonst war es heute gar nicht."

Auf dem Weg zum zweiten Sieg in Folge dominierten die Gäste von Beginn an, führten schnell mit 20:11 (5.) und gewannen das erste Viertel mit 22:16. Besonders gut aufgelegt zeigte sich dabei Dainius Zvinklys. Obwohl nach einem privaten Missgeschick schwer an der Hand getapt (Oehmen schmunzelnd: "Er sah ein bisschen aus wie Michael Jackson."), markierte er bis zur Halbzeitpause schon 14 seiner insgesamt 23 Punkte, die ihn in nur knapp 20 Spielminuten zum Topscorer der Partie machten. Der beste Mann auf dem Feld war für Oehmen allerdings Terrence Williams, für den am Ende 17 Punkte notiert wurden. Im Grunde, so der Trainer weiter, sei der Schlüssel zum klaren Sieg aber die herausragende Mannschaftsleistung gewesen: "Mit 29 Minuten stand Nick Larsen mit Abstand am längsten auf dem Platz - ansonsten hat keiner 30 Minuten und niemand weniger als 15 Minuten gespielt. Das ist bei einer Zehn-Mann-Rotation absolut außergewöhnlich."

Weil bei den mit drei Heimsiegen in Folge angetretenen Hausherren fast alle Leistungsträger einen gebrauchten Tag erwischt hatten, sorgten die Elephants bereits zum Start des dritten Viertel mit einem 9:0-Lauf auf 76:53 für die Vorentscheidung. Selbst der bärenstarke US-Center Timothy Mitchell blieb diesmal blass, kam in 23:14 Minuten nur auf zehn Punkte und vier Rebounds. Dass ihn im Team der Toros sogar der ehemalige Elefant Marcel Sagemüller (zwölf Punkte/sieben Rebounds) an Wirkung übertraf, kommentierte Oehmen grinsend: "Selbst beim Gegner stellte Grevenbroich den Topscorer." Im kompletten Schlussviertel verzichtete der Coach auf seine Importspieler und auch Farid Sadek durfte sein überstrapaziertes Knie endlich mal schonen. "In den letzten zehn Minuten spielten wir Deutsch", witzelte Oehmen. Trotzdem lagen seine Schützlinge insgesamt 38:56 Minuten vorne, Sechtem nur kümmerliche 13 Sekunden.

Mit Blick auf seinen Spielmacher Nick Larsen, der sich nach schwierigen Wochen mit 16 Punkten (4/5 Dreier) eindrucksvoll zurückmeldete, brach Oehmen in seiner Funktion als Manager eine Lanze für den Verein. "Auch als es nicht lief, ist in Grevenbroich nicht die große Panik ausgebrochen. Alle sind ruhig geblieben, das ist keine Selbstverständlichkeit." Aus dem Rennen um einen Platz unter den Top 5 sieht er seine Mannschaft noch nicht. "Die Liga ist so ausgeglichen, da kann jeder jeden schlagen." Als Beweis dienen ihm die Ergebnisse vom Wochenende, an dem Tabellenführer WWU Baskets Münster daheim dem Kellerkind BBG Herford mit 82:84 unterlag und Schalke bei Telekom Bonn II mit 76:88 den Kürzeren zog.

Quelle: NGZ
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