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Tigers lassen sich derbe vorführen

Lokalsport: Tigers lassen sich derbe vorführen
Neben der Spur: Franziska Worthmann, verteidigt von Dara Taylor (l.) und Mikaela Gustafsson, ging in Osnabrück komplett leer aus. FOTO: WORO
Neuss. Im Topspiel der 2. Basketball-Bundeslíga verliert Neuss in Osnabrück mit 57:84. Von Dirk Sitterle

Die beste Nachricht des Wochenendes hatten die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss bereits vor dem Anpfiff in Osnabrück erhalten. Verfolger Wolfpack Wolfenbüttel unterlag nach Verlängerung in Rotenburg (74:81) und vermochte damit den Abstand zu den Tigers nicht zu verkürzen. Mit der unerwartet deutlichen 57:84-Niederlage (Halbzeit 33:43) im Gipfelkampf bei den GiroLive Panthers verpassten die mit einer Serie von sechs Siegen in Folge angereisten Neusserinnen zwar den Sprung an die Tabellenspitze, in der Tabelle aber blieb es drei Spieltage vor Schluss der regulären Saison beim Vier-Punkte-Vorsprung vor den Wölfen.

Die Leistung ihrer Schützlinge beim Spitzenreiter enttäuschte TG-Trainerin Janina Pils freilich sehr. "Wir haben es heute zu keinem Zeitpunkt geschafft, uns als Team zu präsentieren", monierte sie angefressen. Besonders in die Verantwortung nahm sie ihre Starter: "Da habe ich immer nur ich, ich, ich gehört." Klar, der OSC habe ihre Truppe auch sehr gut verteidigt, "aber wir haben uns in der Defensive vorführen lassen wie Anfängerinnen." Dabei zeigten sich die Tigers im ersten Viertel bereit für den Showdown um Rang eins. Was mit ihren Mädels nach dem noch mit 22:20 gewonnenen Abschnitt passiert sei, vermochte sich indes auch die Trainerin nicht zu erklären. Kein Mittel fanden die Tigers vor allem gegen ihre ehemalige Teamkollegin Dara Taylor. Pils: "Sie hat uns auf beiden Seiten des Spielfeldes vorgeführt." Die Freiheiten im Angriff nutzte auch Jacinda Myers-Sanders gnadenlos aus. Die US-Amerikanerin markierte 25 Punkte. "Und das zumeist durch Layups bei 1:0-Situationen", stellte Janina Pils fest.

Die Asse der Tigers stachen dagegen nicht: Franzi Worthmann, immerhin die beste Punktesammlerin der Liga mit einem deutschen Pass, ging zum ersten Mal in dieser Spielzeit komplett leer aus. In 20:08 Minuten auf dem Parkett saß keiner ihrer insgesamt sieben Würfe. Einen zweistelligen Wert erreichte gestern lediglich Briana Williams mit 16 Zählern. Ungerührt von den unerklärlichen Problemen seines Rivalen machte sich der OSC schon im zweiten Abschnitt daran, die Partie zu entscheiden: Per Dreier schoss Melina Knopp die Panthers noch vor dem Seitenwechsel komfortabel in Führung (39:28/18.). In die Gänge kamen die Tigers auch nach Wiederbeginn nicht. Positiv aus Sicht der Gäste waren nur die ersten Punkte der vor zwei Wochen nach anderthalbjähriger Zwangspause in die Mannschaft zurückgekehrten Ronja Spießbach in dieser Saison zum 41:60 (28.). Für den Abwehr-Derwisch standen schließlich acht Zähler zu Buche. "Sie und Lotti Ellenrieder waren heute so ziemlich die einzigen Lichtblicke bei uns", fasste Janina Pils zusammen. Und sie verriet: "Spätestens im dritten Viertel habe ich mir nur noch gewünscht, dass das Spiel schnell zu Ende geht."

Bitter vor allem für Aufbauspielerin Sera Asuamah-Kofoh, die am Samstag ihren 19. Geburtstag gefeiert hatte.

Quelle: NGZ
 
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