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2. Handball-Bundesliga
TSV Bayer plant für die Dritte Liga

2. Handball-Bundesliga: TSV Bayer plant für die Dritte Liga
Noch sind sie Gegner im Kampf um den Verbleib in der Zweiten Handball-Bundesliga, in der neuen Saison tragen Alexander Kübler und Alexander Koke (v.r.) gemeinsam das Trikot des TSV Bayer Dormagen. FOTO: H. J. Zaunbrecher
Dormagen. Drei Spieltage vor Saisonende sind die Hoffnungen auf einen Verbleib in der 2. Handball-Bundesliga auf ein Minimum gesunken beim TSV Bayer Dormagen. Die Kaderplanungen für die neue Saison sind hingegen so gut wie abgeschlossen. Von Volker Koch

Björn Barthel ist Realist. Deshalb, sagt der Handball-Geschäftsführer des TSV Bayer Dormagen, "deshalb planen wir für die Dritte Liga." Alles andere hält er mit Blick auf die Ausgangsposition des Tabellenvorletzten im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga für Träumerei, ja sogar für grob fahrlässig.

Um so mehr freut es ihn, dass er gemeinsam mit dem Sportlichen Leiter Erik Wudtke und dem neuen (Spieler-)Trainer Alexander Koke die Kaderplanungen für die kommende Spielzeit "so gut wie abgeschlossen hat. Wir haben eine sehr interessante Mannschaft", stellt er angesichts des derzeit 19 Namen umfassenden Aufgebots fest. In dem es noch zwei "Baustellen" gibt: Im rechten Rückraum wird ein Linkshänder neben dem im Laufe der aktuellen Saison aus Leichlingen gekommenen Kevin-Christopher Brüren gesucht. "Wir stehen in aussichtsreichen Verhandlungen mit einem vielversprechenden Talent", verrät Barthel.

Und im linken Rückraum ist offen, ob Maximilian Bettin weiter für den TSV Bayer aufläuft. "Er hat noch ein Jahr Vertrag, und bisher ist auch kein Verein wegen ihm an uns herangetreten", sagt der Geschäftsführer über den vom Hoffnungs- und Leistungsträger zum Sorgenkind mutierten 21-Jährigen, der nach mehrmonatiger Verletzungspause nicht mehr zu alter Form zurückfand und zuletzt auch unter Interimstrainer Tobias Plaz meist auf der Bank saß. Was die Vermutung nahelegt, dass der TSV ihm keine Steine in den Weg legt, falls der Halblinke anderswo anheuern möchte. Zumal die Dormagener demnächst gleich acht Rückraumspieler im Kader haben, die sowohl in der Mitte als auch auf Halblinks eingesetzt werden können.

Die Fülle ist der Jugendarbeit zu verdanken. Aus der eigenen A-Jugend, die am Samstag beim SC Magdeburg einen Vier-Tore-Rückstand wettmachen muss, um ins Endspiel der Deutschen Meisterschaft einzuziehen, rücken insgesamt acht Spieler in die Erstvertretung auf, die zum größten Teil bereits dort mittrainieren und auch schon Zweitliga-Erfahrung sammeln konnten. Einziger "externer" Zugang neben Alexander Koke ist Junioren-Nationalspieler Daniel Andrejew. Der aus Lemgo kommende Kreisläufer kann genau wie seine Nationalmannschafts-Kollegen Lukas Stutzke und Eloy Maldonado Morante auch in der kommenden Saison noch in der A-Jugend eingesetzt werden.

Rückt in die Dormagener Erstvertretung auf: Jan Hüfken. FOTO: Heinz J. Zaunbrecher

Als letzte unterschrieben jetzt Linksaußen Jan Hüfken und Alexander Kübler ihre bis 2018 gültigen Verträge. "Ich bin ganz happy, dass ich hier bleiben darf", sagt der Kreisläufer, der mit seinen 26 Jahren mehr denn je zu den Routiniers im Team gehört, gerade seinen Studienabschluss als "Master of Engineering" macht und danach eine Arbeitsstelle im Rheinland sucht.

Die Worte "direkter Wiederaufstieg" nimmt Björn Barthel trotz allem nicht in den Mund. "Ich sehe da fünf, sechs Mannschaften, die sich um Platz eins bewerben", sagt er ungeachtet der Tatsache, dass die genaue Gruppeneinteilung der Dritten Liga noch nicht feststeht.. Mit den zwei Aufsteigern SG Langenfeld und Ahlener SG, den (Stand heute) zwei Absteigern Hagen und Dormagen und der dank Relegation drittklassig gebliebenen Reserve des VfL Gummersbach gibt es 14 Drittligisten aus NRW, die wohl alle der West-Staffel zugeteilt werden. "Wir wollen oben mitspielen", gibt Barthel als Ziel an, "und mittelfristig wieder in die 2. Liga aufsteigen."

Quelle: NGZ
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