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TSV zieht ins DM-Halbfinale ein

Lokalsport: TSV zieht ins DM-Halbfinale ein
Rechtsaußen Damian Toromanovic sprang für den verletzten Frederik Spinner ein und steuerte sechs Treffer zum Dormagener Heimsieg bei. FOTO: Heinz J. Zaunbrecher
Dormagen. Die Dormagener Handball-A-Jugend schlägt Pforzheim mit 31:26. Nun wartet der SC Magdeburg. Von Christos Pasvantis

Schon eine knappe Niederlage gegen die SG Pforzheim/Eutingen hätte der A-Jugend des TSV Bayer Dormagen nach dem 29:26-Sieg im Viertelfinal-Hinspiel der Deutschen Meisterschaft gereicht, um ins Halbfinale einzuziehen. Dennoch startete die Mannschaft von Trainer Uli Kriebel mit Vollgas und ließ beim 31:26-Heimerfolg (16:10) vor 550 Zuschauern keine Zweifel zu. Am Sonntag kommt nun der SC Magdeburg ins TSV-Sportcenter.

"Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit eine sehr gute Partie gespielt und sehr stark gedeckt", fand Kriebel, der sein Team mit einer 3:2:1-Deckung etwas defensiver als im Hinspiel aufstellte. Mit den aggressiv herausrückenden Dormagenern kamen die Gäste vor allem in der ersten Halbzeit überhaupt nicht zurecht und leisteten sich in dieser Zeit satte 14 Ballverluste, die zu vielen einfachen Gegentreffern führten. Nach einer 6:2-Führung (10.) ließ der TSV, der in Torwart Tim Hottgenroth zudem einen starken Rückhalt in seinen Reihen wusste (14 Paraden), Pforzheim nicht herankommen. Dass unter der Woche wegen eines am Knechtstedener Internat grassierenden Magen-Darm-Virus kaum trainiert werden konnte - die Freitagseinheit musste sogar abgesagt werden -, wurde aber spätestens ab der 40. Minute deutlich. Einen 20:12-Vorsprung (37.) verkürzte die SG in gerade einmal elf Minuten auf 22:24. "Ich musste die Kräfte schonen und deswegen viel wechseln. Das hat leider nicht funktioniert", stellte Kriebel nüchtern fest. Vor allem der wurfgewaltige Julian Broschwitz, der die Gäste mit seinen zwölf Toren fast im Alleingang im Spiel hielt, lief heiß. In Gefahr geriet das Weiterkommen allerdings nie, weil sich die Gäste in ihrer besten Phase wiederum zu viele Fehler erlaubten. Angeführt von Bayers Jugend-Nationalspielern Lukas Stutzke (5) und Eloy Morante Maldonado (7/1) hielt die Defensive letztlich stand.

Gegen Magdeburg kann sich Dormagen eine solche Schwächephase wie gestern allerdings wohl kaum erlauben, wie Kriebel glaubt: "Das ist noch einmal eine andere Hausnummer. Die Favoritenrolle haben wir in diesen zwei Spielen mit Sicherheit nicht. Andererseits hat jede der vier Mannschaften, die jetzt noch übrig sind, den Titel verdient. Warum soll man nicht auch träumen?" Auf Rechtsaußen muss der TSV dabei allerdings höchstwahrscheinlich auf Frederik Spinner verzichten. Der hatte sich bereits nach zehn Minuten in einem Zweikampf mit Paul Lupus wohl schwer am Knie verletzt, die Halle konnte er jedenfalls nur gestützt verlassen. Ersatzmann Damian Toromanovic, eigentlich noch B-Jugendlicher, sprang mit sechs Treffern aber in die Bresche. Das Vertrauen von Kriebel hat er nach einer starken Partie sicher: "Damian hat das gut gemacht, für einen 1999er-Jahrgang spielt er extrem sicher und abgeklärt. Da mache ich mir keine Sorgen."

Für Dormagen spielten und trafen: Hottgenroth (40.-50. Boieck); Hüter (4), Mumme (1), Kauwetter (1), Morante Maldonado (7/1), Jageniak (1), Bohrmann, Stutzke (5), Toromanovic (6), Hüfken (5/2), Spinner (1).

Quelle: NGZ
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