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Basketball
Warnleuchten stehen bei Elephants auf Rot

Basketball: Warnleuchten stehen bei Elephants auf Rot
Hat der Litauer Dainius Zvinklys erst mal zum Dunk abgehoben, ist er nur noch regelwidrig am Korberfolg zu hindern. FOTO: Privat
Grevenbroich. Mit ins Spiel beim Schlusslicht SG ErftBaskets Euskirchen nehmen die Korbjäger aus Grevenbroich die Erinnerung an die Pleite in Ronsdorf. Von Dirk Sitterle

Sechs Siege in Folge sind toll - sieben Siege in Folge wären besser. So ganz unwahrscheinlich ist die Fortsetzung der Erfolgsstory der NEW' Energie Elephants heute Abend (Anpfiff 19.30 Uhr, Sporthalle des St. Angela-Gymnasiums am Sittardweg) nicht, präsentiert der Spielplan den Grevenbroichern doch zum Abschluss der Hinrunde in der SG ErftBaskets Euskirchen das Schlusslicht der Basketball-Regionalliga West.

Trotzdem hat Trainer und Manager Hartmut Oehmen seit Tagen ein mulmiges Gefühlt in der Magengegend. Ihn und seine Schützlinge plagt noch immer die Erinnerung an die 90:95-Pleite in Ronsdorf, die letzte Niederlage vor dem Start der schönen Serie. Von einer auf dem Papier vermeintlich leichten Aufgabe möchte er darum nichts hören, "das galt ja auch für das Ronsdorf-Spiel". Er verweist lieber auf die Stolperfallen: "Natürlich hat Euskirchen nicht die individuelle Klasse wie Ronsdorf. Aber für Euskirchen ist jedes Spiel ein Kampf um den Klassenerhalt - für uns ist das einfach ein weiteres Spiel, das wir gewinnen müssen."

Bezeichnenderweise hat der Neuling einen seiner erst zwei Siege gegen Ronsdorf gefeiert, der andere gelang gegen Bonn II. "Und gegen Sechtem - da haben wir den Kürzeren gezogen - hat Euskirchen nur mit fünf Punkten verloren", warnt Oehmen. In der Vorbereitung auf die Partie gegen Hagen hatte er den Aufsteiger auch live gesehen und sich bestätigt gefühlt: "Du gewinnst halt in der Regionalliga nix im Vorbeigehen." Besonderen Reiz zieht das Duell aus einer Personalie: Nach vier Spielen hatten die ErftBaskets in Markus Hallgrimson (12,8 Zähler im Schnitt) ihren nach Nico Zimmermann (14,4) zweitbesten Punktesammler an die Elephants verloren. Psychologisch ein Vorteil für seine Mannschaft, glaubt Oehmen: "Dieses Spiel will er natürlich unbedingt gewinnen. Auch wenn er Euskirchen keineswegs im Streit verlassen hat, könnte er vielleicht die entscheidenden paar Prozentpunkte herauskitzeln." Für Qualität im Kader der Gastgeber bürgen außerdem Aufbauspieler Michail Kapitanov aus Bulgarien und der US-Amerikaner Benjamin Haile.

Unabhängig von der Klasse des Kontrahenten, für Oehmen steht eindeutig fest: "Wenn wir in Euskirchen ein erstes Viertel wie gegen Schalke 04 hinlegen, hat der Gegner vielleicht schon keinen Bock mehr." Den 88:69-Heimsieg über Königsblau hatten die Elephants in furiosen zehn Startminuten (28:12) vorbereitet. Eine Wiederholung dieser Basketball-Gala dürfte freilich auch deshalb schwerfallen, weil in Farid Sadek ein ganz wesentlicher Baustein fehlt. Der athletische Spielmacher hat sich übel am Knie verletzt: Das wird zunächst punktiert, um den enormen Bluterguss abzusaugen. Danach wird der ausgefranste Meniskus geglättet. Erst danach fällt die Entscheidung, ob das gerissene vordere Kreuzband operativ zusammengeflickt werden muss. "Verläuft alles positiv, könnte Farid Mitte Januar wieder einsatzbereit sein", so Oehmen. "Wenn es ganz schlecht läuft, ist für ihn die Saison schon zu Ende."

Quelle: NGZ
 
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