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Rommerskirchen
Martin Mertens hat Pläne für zehn Jahre

Rommerskirchen: Martin Mertens hat Pläne für zehn Jahre
Wunsch vieler Rommerskirchener ist ein größerer Baumarkt. FOTO: Jaspersen, Anspach, Vennenbernd
Rommerskirchen. Nach der Hälfte der Legislaturperiode blickte der Bürgermeister, der noch mindestens ein Jahrzehnt bleiben möchte, auch in die Zukunft, in der auch Elektromobilität, Gastronomie und bezahlbarer Wohnraum im Fokus stehen sollen. Von Stefan Schneider

Wer mutmaßt, dass Rommerskirchens Bürgermeister Martin Mertens in naher Zukunft Karriere im Landtag oder gar im Bundestag machen möchte, hat dazu seit gestern eine klare Aussage. "Die nächsten zehn Jahre möchte ich gerne in Rommerskirchen bleiben", sagte der fast 35-Jährige beim Pressegespräch, in dem er nicht nur auf die erste Hälfte der Legislaturperiode seit seiner Wahl am 23. Juni 2014 zurückblickte. Der junge Verwaltungschef sprach auch Themenfelder an, die er in Zukunft beackern möchte. Dazu gehört die Weiterführung laufender Prozesse wie beispielsweise die Konsolidierung der Gemeindefinanzen (Rommerskirchens Altschulden belaufen sich laut Kämmerer Bernd Sauer auf knapp neun Millionen Euro) und damit verbunden die Erhöhung der Steuereinnahmen, etwa durch Ansiedlung weiteren Gewerbes und durch Steigerung der Einwohnerzahl. Mertens will aber auch Projekte umsetzen, die neu oder gerade mal angedacht sind.

Verkehr "Bis 2025 möchten wir die Mobilitätskommune im Rhein-Kreis schlechthin werden", gibt Mertens als Ziel aus. Erreicht werden soll dies mit S-Bahn-Anschluss, kompletter Neustrukturierung des in die Jahre gekommenen Bussystems und Ausbau der Elektromobilität. Neben deutlich mehr Ladestationen für Elektrofahrräder kann sich der Verwaltungschef den Einsatz kleiner Elektrobusse für die Zukunft gut vorstellen. Und käme der S-Bahn-Anschluss, hätte Rommerskirchen Direktverbindungen zu den großen Flughäfen der Region. Ohne Umsteigen ginge es dann nicht nur nach Köln-Bonn, sondern auch nach Düsseldorf. "Das wäre ein Pfund, mit dem wir wuchern könnten", glaubt Mertens - auch mit Blick auf Zuzug neuer Einwohner und neuer Firmen.

Gastronomie Das Street-Food-Festival am 8. September, bei dem sich die örtlichen Gastronomen präsentieren können, soll nur der Auftakt sein - und Initialzündung, um neue Gastronomen anzulocken und neue Ideen zu entwickeln, mit denen das kulinarische Angebot vielfältiger und attraktiver werden könnte. "Uns fehlt noch ein bisschen das Flair", urteilt Mertens, der glaubt, dass Konkurrenz das Geschäft belebt.

Medizinische Versorgung Der Ausbau des Fachärzteangebots steht ebenfalls auf Mertens' Liste, wobei die Gemeinde hier nur für gute Rahmenbedingungen sorgen kann. Ein Kinderarzt wird von vielen Eltern gewünscht; Mediziner, die zumindest stundenweise Sprechstunden in der Gemeinde halten, könnten ein erster Schritt in diese Richtung sein.

Bezahlbarer Wohnraum 200 bezahlbare neue Wohneinheiten möchte Mertens schaffen. Dafür wären aber wohl tatsächlich zehn weitere Jahre Amtszeit nötig.

Baumarkt Größere Baumärkte siedeln sich in der Regel nur in Kommunen in einer Größenordnung ab 20.000 Einwohnern an, weiß der Bürgermeister. Er ist dennoch zuversichtlich, dass sich hier etwas bewegen könnte. Denn die Gemeinde nähert sich der 14.000-Einwohner-Marke - und die Tendenz ist eindeutig weiter steigend.

Quelle: NGZ
 
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