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Rommerskirchen
Oekoven bekommt U3-Plätze

Rommerskirchen: Oekoven bekommt U3-Plätze
In der Kita St. Briktius Rommerskirchen Oekoven wird der Raum der Mäusegruppe geteilt. Eine Hälfte wird Büro und die andere Hälfte Schlafraum. NGZ-Foto L. Berns FOTO: NGZ
Rommerskirchen. Der kirchliche Kindergarten St. Briktius bietet in absehbarer Zeit die Betreuung von Kleinkindern an. Platz soll für fünf bis sechs Jungen und Mädchen sein. Die Gemeinde Rommerskirchen hat 26 neue U3-Plätze geschaffen. Von Sebastian Meurer

Vor wenigen Jahren war die Betreuung unter drei Jahre alter Kinder nur im Ausnahmefall möglich, jetzt wird das Angebot immer größer. Wobei es de facto wenig Unterschiede zwischen kommunalen und kirchlichen Kindergärten gibt. In der von der katholischen Kirche betriebenen Tagesstätte der Gemeinde St. Briktius soll es demnächst auch die Möglichkeit geben, Kleinkinder betreuen zu lassen. "Wenn der Kindergarten weiter bestehen soll, kommen wir daran nicht vorbei", ist Willi Hermanns, der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands von St. Briktius, überzeugt. 25 Jungen und Mädchen besuchen derzeit den inzwischen nur noch eingruppigen Kindergarten – eine weitere Gruppe ist dem Sparprogramm "Zukunft heute" des Erzbistums Köln zum Opfer gefallen.

Umbau steht an

Vergangenes Jahr hatte Willi Hermanns intensive Gespräche mit dem Kreisjugendamt, dem Landschaftsverband Rheinland sowie dem Generalvikariat des Erzbistums geführt und konnte mit dem Projekt offensichtlich die Zustimmung der potenziellen Zuschussgeber gewinnen. Es ist zwar noch nicht alles völlig in trockenen Tüchern, doch sind die Weichen Hermanns zufolge gestellt, um die nötigen Umbaumaßnahmen am Kindergarten St. Briktius in Angriff nehmen zu können. Insgesamt können dann in der katholischen Tagesstätte fünf bis sechs Kleinkinder aufgenommen werden, schätzt der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands.

Die Gemeinde Rommerskirchen wird ihrerseits mit Beginn des neuen Kindergartenjahrs am 1. August mit Erweiterungen in drei ihrer Tagesstätten ins Rennen gehen: Im Ansteler "Abenteuerland" laufen die Arbeiten noch, während sie laut Rathaussprecherin Juliane Paefgen in den Tagesstätten "Kleine Riesen" in Evinghoven und "Kleine Strolche" in Hoeningen bereits abgeschlossen sind. Den Hoeningener Kindergarten hat die Kommune bekanntlich vor geraumer Zeit von der katholischen Kirche übernommen – ebenfalls eine Auswirkung von "Zukunft heute". Allein in Anstel entstehen 13 der insgesamt 26 neuen Plätze für Kleinkinder, in Hoeningen wird es sechs und in Evinghoven sieben neue U3-Plätze geben, für die jetzt bereits die Voraussetzungen geschaffen wurden.

Kosten lässt sich die Gemeinde die U3-Betreuung einiges; allein der von ihr zu tragende Eigenanteil liegt bei 48 5 000 Euro. Die Kosten werden dadurch gedämpft, dass in allen Fällen "reguläre" Kindergartengruppen in auch für Kleinkinder bestimmte umgewandelt werden können, also nicht komplette Neubauten erforderlich sind. An Kindergartenplätzen für drei bis sechs Jahre alte Jungen und Mädchen wird es nämlich angesichts des Geburtenrückgangs wahrscheinlich ein Überangebot geben. Diese Plätze können in eine U3-Betreuung umgewandelt und auf diese Weise genutzt werden.

Quelle: NGZ
 
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