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Rommerskirchen
Überfall am Bahnhof - Polizei nimmt Flüchtlinge fest

Rommerskirchen. In Rommerskirchen haben Flüchtlinge andere Flüchtlinge am Bahnhof überfallen. Die Polizei hat zwei Tatverdächtige festgenommen. In einem weiteren Überfall am Bahnhof war ein Flüchtling das Opfer. 

In Rommerskirchen haben in den vergangenen Tagen am Bahnhof offenbar zwei Männer aus Flüchtlingsheimen andere Flüchtlinge überfallen. Die erste Tat ereignete sich laut Staatsanwaltschaft und Polizei am vergangenen Freitag: Zwei Flüchtlinge waren im Regionalexpress von Köln nach Mönchengladbach unterwegs. Im Zug kam es zu verbalen Auseinandersetzungen mit zwei unbekannten Männern. Nach dem alle Beteiligten aus dem Zug ausgestiegen waren, attackierten die Unbekannten die Flüchtlinge mit Faustschlägen und Kopftritten. Die am Boden liegenden Flüchtlingen wurden ausgeraubt. Als Fahrgäste einschreiten wollten, flüchteten die Täter. Die Flüchtlinge kamen mit Verletzungen ins Krankenhaus.

Am frühen Montagmorgen kam es gegen 0.50 Uhr zu einem erneuten Überfall am Rommerskirchner Bahnhof. Den Angaben zufolge wollte ein Flüchtling (24) seine Frau in einer Unterkunft in Niederaußem besuchen. Nachdem er aus dem Zug ausstieg, wurde von Unbekannten überfallen. Sie drohten dem Mann laut Polizei mit  Gewalt und Tod. Die Täter erbeuteten Bargeld und zwei Mobiltelefone.

Die Polizei ermittelte am Montag zwei tatverdächtige Männer in einem Flüchtlingsheim in Frixheim. In der Unterkunft sollten sich zur Mittagszeit Zuwanderer aufhalten, die dort nicht hingehörten. Als die Polizei erschien, um Gemeindemitarbeiter zu unterstützen, berichtete man den Beamen von Personen, die sich einer Kontrolle entziehen wollten und in ein Zimmer geflüchtet waren. Die Polizei öffnete das Zimmer und nahm die beiden Männer fest. Dabei wurden Gegenstände gefunden, die aus den beiden Überfällen stammen. In anderen Räumen wurden weitere Gegenstände gefunden, die aus Straftaten stammen. Die Polizei nahm die Männer fest. 

Der Verdacht gegen die festgenommenen Flüchtlinge hat sich zwischenzeitlich durch Zeugenaussagen und Aussagen der Opfer erhärtet. Beide Festgenommene bestreiten die Tat beziehungsweise äußern sich nicht.

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