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Baseball
Alligators haben Platz zwei fest im Visier

Solingen. Auch wenn der Play-off-Spielplan abstruser ist als je zuvor, will der Baseball-Bundesligist bestmöglich einlaufen.Dazu sind am Samstag zwei Siege gegen das Tabellenschlusslicht Dortmund Wanderers Pflicht. Von Thomas Rademacher

Morgen empfangen die Solinger Baseballer die Dortmund Wanderers zu ihren beiden letzten Heimspielen der regulären Saison. Zwei Siege dürften Formsache sein für die Alligators, doch damit ist das Erreichen des zweiten Platzes in der Bundesliga-Nord hinter den uneinholbaren Bonn Capitals noch lange nicht sicher. Das Team von Trainer Ron Frazier muss sogar auf Schützenhilfe des Tabellenführers hoffen.

Mit den Paderborn Untouchables und den Hamburg Stealers streiten sich die Solinger derzeit um den zweiten Rang. Die Solinger müssen demnach in jedem Fall bis zum kommenden Wochenende warten, ehe sie wissen, ob sie diese anvisierte Platzierung schaffen. Sollte die Truppe ihre ausstehenden Duelle gegen Dortmund und Köln gewinnen, steht sie vor den Hamburgern. Vor die Untouchables rückt die Mannschaft nur, wenn diese mindestens eines ihrer Spiele gegen Tabellenführer Bonn verlieren - ein wahrscheinliches Szenario.

"Es ist ja auch egal eigentlich", sagt Werfer André Hughes. "Wir müssen auf jeden Fall jetzt erstmal Dortmund schlagen." Zwei Pflichtaufgaben, denn die Wanderers stehen abgeschlagen auf dem letzten Platz und haben in dieser Saison bisher lediglich den Vorletzten schlagen können. "Außerdem sollten wir wieder komplett sein", meint der Pitcher, der am vergangenen Wochenenden seinen hundertsten Bundesliga-Sieg gefeiert hat und im ersten Duell natürlich den 101. ansteuert. Dominik Wulf und Julian Steinberg, die in Hamburg aus beruflichen beziehungsweise privaten Gründen fehlten, stehen morgen wieder auf dem Platz. Sascha Brockmeyer hingegen wird in dieser Saison wohl gar nicht mehr spielen. "Er schafft es wohl beruflich nicht. Ich bin mir da aber auch nicht ganz sicher, wie es mit ihm weitergeht", erläutert Hughes.

Ob die Solinger Zweiter, Dritter oder Vierter werden, ist angesichts der starken Südgruppe der Bundesliga ohnehin nicht ganz so entscheidend. "Als Nordmeister würden wir den Vierten sehen, das wäre natürlich besser", sagt Hughes mit Blick auf die starken Bonner. "Wir treffen voraussichtlich auf Regensburg oder Heidenheim." Die Legionäre und Heideköpfe machen den zweiten Platz unter sich aus. Davor stehen die Mainz Athletics, die diese Saison extrem stark sind. "Die sind richtig heiß. Wir sollten es auf jeden Fall vermeiden, Vierter zu werden."

Der Vorteil, als Zweiter ein potenzielles fünftes Viertelfinale, das im Modus Best-of-five (drei Siege zum Weiterkommen nötig) absolviert wird, zu Hause spielen zu dürfen, fällt in dieser Spielzeit erstmals weg. Die Saison muss aufgrund der Europameisterschaft ein wenig gestrafft werden, so dass für die Serie nur zwei Wochenenden zur Verfügung stehen. In der Vergangenheit musste das besser platzierte Team zunächst auswärts ran, um die nächsten möglichen drei Partien zu Hause zu spielen. Diesmal fängt der Bessere mit seinen Heimspielen an, muss danach aber drei Mal auswärts ran. Besonders abstrus: In einem möglichen fünften Duell würde der Bessere offiziell Heimteam sein - allerdings auf fremden Platz. Der Vorteil besteht hier lediglich in der Schlagreihenfolge.

Quelle: RP
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