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Bergischer Hc
Gegen die HSG Wetzlar soll die Serie halten

Zwei Serien hat der Bergische HC zuletzt beendet. Am vergangenen Samstag sicherten sich die Bundesliga-Handballer gegen den SC Magdeburg den ersten Saisonsieg in der Wuppertaler Unihalle, vorgestern gewann die Mannschaft zum ersten Mal überhaupt beim TuS N-Lübbecke. Morgen soll eine Saisonserie allerdings halten. Denn zum letzten Mal in dieser Spielzeit empfangen die Bergischen einen Gegner in der Klingenhalle, in der die Truppe noch ungeschlagen ist. Von Thomas Rademacher

Die HSG Wetzlar stellt allerdings eine schwere Aufgabe dar. Das Team von Trainer Kai Wandschneider befindet sich auf dem Weg, die beste Platzierung seit ihrer Bundesliga-Zugehörigkeit zu schaffen. Dazu müsste das Team seinen derzeitigen sechsten Rang halten. "Wetzlar ist in dieser Saison durch das Paket 'Abwehr-Torwart' besonders stark", erläutert BHC-Trainer Sebastian Hinze. "Andreas Wolff hat zwischen den Pfosten eine überragende Hinrunde gespielt, die sich dann bekanntlich bei der Europameisterschaft fortgesetzt hat." Außerdem verfügt die Mannschaft mit Maximilian Holst über den zweitbesten Torschützen der Bundesliga, und das Karriereende von Spielmacher Ivano Balic hat die HSG mit Filip Mirkulovski effektiv kompensieren können.

"Ich hoffe, wir kriegen ein knappes Spiel hin", zeigt sich Hinze gewohnt respektvoll und zugleich optimistisch. Es wäre der dritte Sieg in Folge, der dann wohl endgültig den Klassenerhalt bedeuten würde. "Uns geht es aber nicht um irgendwelche Matchbälle und Rechenspiele. Der Fokus liegt nur auf den nächsten beiden möglichen Punkten. Das haben wir immer so gemacht und wird sich jetzt auch nicht ändern." Ob Hinze nach dem Sieg in Lübbecke denn etwas besser geschlafen hat? "Nein, nach Spielen schlafe ich immer schlecht ein."

Ein wenig umstellen wird der Coach morgen müssen. Denn Christian Hoße fällt mit einer Sprunggelenkverletzung aus, soll aber in der kommenden Woche wieder ins Training einsteigen. Der Einsatz von Alexander Hermann ist zudem fraglich, weil er sich in Lübbecke einen Pferdekuss am Oberschenkel zugezogen hat. "Einige Spieler sind an ihre Grenzen gekommen", erläutert Hinze und kündigt deshalb an: "Gudi und Maciej werden wir viel zum Einsatz bringen." Gemeint sind Fabian Gutbrod und Maciej Majdzinski, die zuletzt nicht das Pensum eines Alex Hermanns oder Kristian Nippes abliefern mussten. Zudem dürften beide mit ihrer Schussstärke gute Mittel gegen die 6:0-Deckung der HSG haben.

Übrigens: Die beiden Serien hat der BHC jeweils mit "falschen" Trikots beendet. In Lübbecke gewann das Team im hellblauen Heimtrikot, gegen Magdeburg siegte es mit der schwarzen Auswärtsbekleidung. Siegfried Knapik löste auf, wie es dazu kam: "Zum einen musste ich die hellblauen Trikots für den Rest der Saison schonen. Außerdem haben Philipp (Philipp Tychy, Geschäftsführer des BHC, Anm. d. Red) und ich vor dem Spiel gedacht, dass wir noch nie in der Unihalle in schwarz gespielt haben. Das wollten wir ändern", sagte der Mannschaftsbetreuer. Es hat sich gelohnt. Die Niederlagen-Serie riss. Morgen geht es wohl wieder in hellblau ran - denn die Klingenhallen-Serie soll ja halten.

Quelle: RP
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