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Bergischer Hc
Hoße hofft auf die heimische Festung

Bergischer Hc: Hoße hofft auf die heimische Festung
BHC-Linksaußen Christian Hoße nahm nach dem Derby-Debakel kein Blatt vor den Mund: "Wir haben Samstag in Gummersbach eine Riesen-Scheiße gespielt. Jetzt geht es darum, zwei Punkte gegen Lemgo zu holen." FOTO: Imago
Solingen. Der Linksaußen des BHC muss mit seinem Team punkten. Morgen (19 Uhr) kommt der TBV Lemgo in die Klingenhalle. Von Georg Amend

Die Quote stimmt bei Christian Hoße. Exakt 75 Prozent seiner Würfe verwandelt der Linksaußen des Bergischen HC, in der Vorsaison, als er fünftbester Torschütze seines Teams war, waren es 74,4 Prozent. Damals traf er in 35 Spielen 88 Mal aus dem Feld, was einer Quote von 2,51 Toren pro Partie entspricht. In dieser Saison verpasste er durch seine langwierige Leistenverletzung etliche Spiele und hat so erst fünf Treffer erzielen können. Das bemerkenswerte an dieser Zahl: Er benötigte für diese fünf Tore acht Partien, was wiederum einem Schnitt von 1,6 entspricht, der also deutlich unter dem Wert der Vorsaison liegt. Da aber die Wurfeffektivität ja nicht nachgelassen hat, ist das Ergebnis dieser Rechnung: Hoße bekommt weniger Chancen als zuvor.

Vor der Heimpartie der Handball-Bundesliga gegen den TBV Lemgo morgen (19 Uhr, Klingenhalle) erklärt der Linksaußen: "Was uns dieses Jahr zum Großteil fehlt, sind die Gegenstöße. In den Heimspielen hatten wir im Schnitt drei, vier davon, dieses Jahr konnten wir das ganz selten abrufen. Das macht bei einem Außen schon einen Teil der Tore aus. Uns fehlen in dieser Phase auch ein Stückweit die einfachen Tore."

Mit "dieser Phase" meint der 27-Jährige die handfeste Krise, die der BHC nach neun sieglosen Ligaspielen - darunter acht Niederlagen - definitiv hat. Sie erlebte ihren negativen Höhepunkt im Derby-Debakel von 21:34 beim VfL Gummersbach. Das weiß auch Hoße: "Gefühlt war das Spiel nach 15, 20 Minuten weg. Du spielst in Gummersbach und liegst 2:9 hinten. Da verlieren wir als Mannschaft alles, was uns sonst stark gemacht hat. Das Spiel ist etwas anders zu bewerten als die davor, in denen wir von unseren Basics, Leidenschaft und Kampf, deutlich mehr gebracht haben. Nach so einer Leistung geht man nicht einfach zur Tagesordnung über - das wäre auch fahrlässig. Wir haben das in der Mannschaft deutlich angesprochen."

Das soll nun am besten schon gegen Lemgo helfen. "Was die Mannschaft bringen muss, weiß jeder ganz genau", meint der Blondschopf und ergänzt mit Blick auf die Fans: "Trotz der etwas brenzligen oder schlechten Saisonphase merken wir, dass alle hinter uns stehen, gerade bei den Heimspielen. Wir haben uns vor zwei Jahren vorgenommen, zu Hause eine Festung aufzubauen, und - so abgedroschen das klingt - wir sind in der Klingenhalle in dieser Saison noch ungeschlagen." Dort gab es zwei Siege und ein Remis - die einzigen fünf Punkte dieser Spielzeit bisher.

Geht es nach Hoße und allen anderen, die es mit dem BHC halten, sollen morgen die nächsten hinzukommen: "Jetzt geht es darum, zwei Punkte gegen Lemgo zu holen, alles andere zählt nicht. Wir haben Samstag in Gummersbach eine Riesen-Scheiße gespielt. Wir haben etwas gutzumachen." Deftig, aber treffend wie seine Quote.

Quelle: RP
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