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Schach
Schachgesellschaft verliert keine Partie

Schach: Schachgesellschaft verliert keine Partie
Pentala Harikrishna (r.) und Richard Rapport legten an den Spitzenbrettern den Grundstein zu den SG-Siegen. FOTO: M. Kempner
Solingen. Die SG Solingen spielt meisterlich: Der Bundesligist schlägt Trier, Bremen und Emsdetten deutlich. Von Thomas Rademacher

Die SG Solingen will und kann Deutscher Meister werden. "Wer das vorher noch nicht gewusst hat, weiß es es jetzt", sagte Teamchef Herbert Scheidt stolz. Mit 6:2, 6,5:1,5 und erneut 6,5:1,5 schlugen die hiesigen Schachprofis die SG Trier, den SV Werder Bremen und den SK Turm Emsdetten und setzten dabei fast alles matt, was sich ihnen in den Weg stellte. Nicht eine Partie verlor die SG - nur ein paar Remis musste die Mannschaft in Kauf nehmen.

Keine Frage, die Klingenstädter waren in allen drei Duellen klarer Favorit. Die ELO-Wertung, die die Stärke eines Schachspielers bemisst, sprach jeweils klar für die Schachgesellschaft. Aber, dass die Truppe sich in allen Begegnung so dominant durchsetzt, hatte auch Scheidt nicht unbedingt erwartet. Den Grundstein zum Sieg legten Pentala Harikrishna und Richard Rapport an den Spitzenbrettern. Beide leisteten sich ein Remis, waren aber jeweils auch doppelt erfolgreich. "Da macht es die Mischung", lobte Scheidt. "Harikrishna ist ein ganz sicherer Spieler, während Rapport von Beginn an aggressiv auf den Sieg setzt. Das macht dem Schach-Zuschauer Spaß beim Zuschauen." Rapport baute damit seine sensationelle Bilanz in der Bundesliga aus. In seiner dritten Saison, der ersten für die SG, ist der Ungar immer noch nicht geschlagen worden.

Erfolgreichster Solinger war Robin van Kampen. Der Niederländer setzte in allen drei Partien seinen Gegner matt. "Das hat mich neben der starken Leistung von Florian Handke am meisten gefreut", sagte der Teamchef. Handke überzeugte am achten Brett mit zwei Erfolgen, trat aber gegen Bremen nicht an, weil an seiner Stelle Predrag Nikolic spielte. Die SG rotierte an den unteren Positionen ein wenig - auch, weil Nikolics Begegnung gegen Gerlef Meins am Samstagabend bis in die späten Stunden gegangen war. "Da haben wir ihn dann lieber für den nächsten Morgen geschont", erläuterte Scheidt.

Gegen Emsdetten folgte dennoch ein weiterer überzeugender Erfolg - nicht zuletzt, weil Jan Smeets und Handke überraschend mit den schwarzen Figuren erfolgreich waren. Aus der Defensive heraus fällt der Erfolg üblicherweise schwerer.

Außer Harikrishna, Rapport und van Kampen waren Markus Ragger und Chanda Sandipan gegen alle drei Kontrahenten aktiv. Beide schafften jeweils einen Sieg und zwei Remis. "Das war eine absolut überzeugende Vorstellung", freute sich der Teamchef. "Jetzt hoffen wir alle, dass wir diese Leistung bis zum Spitzenspiel gegen die OSG Baden-Baden im Februar halten können." Gemeinsam mit dem Abonnement-Meister stehen die Solinger nach fünf Spieltagen unbesiegt an der Spitze der Bundesliga-Tabelle.

Quelle: RP
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