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Schach
SG holt den Siebten der Weltrangliste

Schach: SG holt den Siebten der Weltrangliste
Der in Russland geborene 20-jährige Anish Giri wird in der kommenden Saison für die SG Solingen spielen. FOTO: Imago
Solingen. Vor dem letzten Spieltag in der Schach-Bundesliga präsentiert Herbert Scheidt seinen ersten Neuzugang für die kommende Saison. Der Teamchef konnte mit Anish Giri einen Topspieler der Weltrangliste verpflichten. Von Thomas Rademacher

Am letzten Spielwochenende der Schach-Bundesliga geht es für die SG Solingen nur noch um die Ehre. Den vierten Platz kann die Mannschaft von Chef-Organisator Herbert Scheidt realistisch noch erreichen. Dafür muss die Schachgesellschaft heute und morgen gegen den Dritten und Vierten der Tabelle allerdings punkten. Das Team trifft in Mülheim auf die SG Trier und den SV Hockenheim. Für Wirbel sorgte Scheidt allerdings mit einer Meldung abseits der Bretter. Die SG hat sich zur kommenden Saison die Dienste von Anish Giri am Spitzenbrett gesichert. Der Niederländer belegt derzeit den siebten Platz der Weltrangliste.

Gerade 20 Jahre ist Anish Giri alt, doch sein Schach-Resümee ist bereits enorm. Im Alter von 14 Jahren hat der in Russland geborene Spieler bereits den Großmeister-Titel erlangt. Inzwischen verfügt er über 2790 ELO-Punkte - Tendenz steigend. Keine Frage, Giri ist so gut, dass er vielleicht sogar mal Weltmeister werden kann. "Bei solchen Spitzenleuten steht die Bundesliga natürlich immer etwas hinter den großen Turnieren an", erläutert Herbert Scheidt. "Aber wir hoffen, dass er in der kommenden Saison doch einige Einsätze für uns machen kann und sind stolz auf die Verpflichtung." Das soll es aber noch nicht gewesen sein. Mit zwei weiteren starken Schachspielern befindet sich die SG in Gesprächen.

"Und der Rest unserer Mannschaft wird auch bleiben", schaut der Teamsprecher optimistisch in die Zukunft. "Wobei wir es auch nicht übertreiben können mit dem Team. Am OSG Baden-Baden werden wir in der kommenden Spielzeit sicher nicht vorbeikommen." Die OSG steht ungeschlagen an der Tabellenspitze und wird dieses Wochenende die Deutsche Meisterschaft feiern. "Das ist nur noch Formsache", weiß Scheidt. Die letzten beiden Spieltage lassen ein wenig Dramatik vermissen. Der Abstieg ist nahezu genauso entschieden wie die Meisterschaft. Durch den Rückzug des SC Eppingen werden nur noch die letzten drei Mannschaften nach unten müssen. Das sind neben dem SSC Rostock und dem FC Bayern München derzeit die Sportfreunde Katernberg. Die könnten zwar theoretisch noch die Schachfreunde Berlin überholen, doch dafür müssten diese beide Duelle verlieren, während die Katernberger doppelt gewinnen. "Das ist angesichts des Spielplans sehr unwahrscheinlich", stellt Scheidt klar.

Die SG Solingen nimmt die letzten beiden Partien nicht auf die leichte Schulter. "Wir werden mit einer ähnlich starken Mannschaft antreten wie an den vergangenen Spieltagen", sagt der Teamsprecher. "Es ist natürlich die Frage, wie stark Trier und Hockenheim auflaufen. Wenn sie nicht in Spitzenbesetzung kommen, haben wir sehr gute Chancen."

Quelle: RP
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