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Tennis
STC-Herren trotz guter Leistung punktlos

Tennis: STC-Herren trotz guter Leistung punktlos
FOTO: Köhlen Stephan
Solingen. Nach den ersten beiden Spielen der 2. Tennis-Bundesliga haben die Widderter noch keinen Zähler.

Die 3:6 (3:3)-Niederlage des Solinger TC in der 2. Tennis-Bundesliga am Sonntag beim Bielefelder TTC war knapper, als es die nackten Ergebnisse aussagen. "Wir hätten einfach mehr verdient gehabt, als wir geholt haben", haderte Trainer Karsten Saniter. "Es fehlte einfach immer so ein bisschen", ergänzte er und illustrierte mit Blick auf das Spitzendoppel zwischen den Bielefeldern Scott Griekspoor und Louis Weßels gegen Maverick Banes und Gero Kretschmer: "Da haben wir bei 9:8 im Champions Tiebreak Matchball - und dann reißt Maverick der Schläger." So ging das Doppel mit 10:12 im Entscheidungssatz verloren. Und auch die anderen STC-Paare punkteten nicht, so dass es nach der 4:5-Auftaktniederlage gegen Oldenburg erneut nicht für Zählbares in dieser Saison reichte.

Dabei hatten die Widderter in Bielefeld Moral bewiesen: Nachdem die ersten drei Einzel verloren worden waren, holten sie die nächsten drei und glichen das Match so aus. Besonders angetan zeigte sich Saniter dabei von Banes: "Das war sensationell. Er hat im vergleich zum ersten Spiel noch mal einen draufgelegt. Er hat ja gegen den noch besseren der beiden Holländer gespielt, aber er ist bei 30 Grad gelaufen wie ein Verrückter. Am Ende konnten beide nicht mehr." Aber der Solinger Zugang hatte eben mit 6:4, 6:3 gewonnen.

Ebenfalls in zwei Sätzen setzte sich Patrick Elias durch. "Er hat das sehr souverän gemacht", lobte Saniter. "Es war auch wichtig, dass er gewinnt. Er ist so, dass er immer meint, gewinnen zu müssen. Ich habe ihm vorher ein wenig den Druck genommen und ihm gesagt: Bleib locker." Das funktionierte offensichtlich.

Den dritten STC-Sieg fuhr Nick van der Meer ein, der den Saisonauftakt noch mit Rückenbeschwerden verpasst hatte. "Er war auch absolut noch nicht fit", urteilte Saniter. "Er hat zwar diese Woche trainiert, konnte davor aber zehn Tage gar nichts machen. Und jetzt war es das erste Mal, dass er Vollgas geben musste, und er hat das so gut gemacht, so konzentriert. Aber natürlich war er dann total erschöpft."

Weitere enge Spiele, aber eben nicht erfolgreich, bestritten Nico Mertens, der im Champions Tiebreak mit 7:10 unterlag, und dabei von einem 3:9-Rückstand noch auf 7:9 herankam, und Gero Kretschmer, auch wenn sich dessen 3:6, 3:6 gegen Tallon Griekspoor sehr klar anhörte. "Im ersten Satz stand es schon 0:5, und Gero war in jedem Spiel dran", meinte Saniter. "Dann hat er gemerkt, wie er gegen ihn spielen muss und ist auf 3:5 rangekommen. Da haben wir gesagt, den Satz holt er sich noch. Aber der Holländer hat ihm nichts geschenkt. Der ist ein herausragender Spieler. Wenn der durchzieht, gewinnt der jedes Spiel in der Liga. Das dauert nicht lange, dann steht der unter den ersten 200 der Welt."

Zum Tabellenzweiten Bielefeld meinte der STC-Coach: Die sind richtig stark und stehen zu Recht da oben." Und weiter: "Trotzdem finde ich, wir hätten aus beiden Spielen etwas verdient gehabt. Wenigstens einen Punkt wie im Fußball. Aber das gibt es bei uns ja nicht. Wir müssen jetzt aus dem Gefühl rauskommen, dass es wieder nicht geklappt hat, und daraus Stärke ziehen."

(ame)
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