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Kreis Viersen/Bielefeld
Autoschieber schlugen auch im Kreis Viersen zu

Kreis Viersen/Bielefeld. Die Polizei Bielefeld hat in der vergangenen Woche eine international aktive Autoschieberbande ausgehoben. Bei der seit Wochen geplanten Aktion wurden Firmenhallen, Wohnungen und Hotelzimmer an verschiedenen Orten im Bundesgebiet durchsucht. Vier Tatverdächtige, darunter eine zentrale Figur der Gruppe, wurden zunächst vorläufig festgenommen. Gegen drei Personen ergingen auf Antrag der zuständigen Staatsanwaltschaft in Bielefeld Untersuchungshaftbefehle. Bisher wurden 17 Fahrzeuge der Marken BMW, Porsche und Range Rover in einem Gesamtwert von etwa 1,5 Millionen Euro sichergestellt.

Wie die Polizei Viersen gestern mitteilte, stammen mindestens zwei aus dem Kreis Viersen: ein Porsche aus Nettetal, der am Dienstag, 21. November, gestohlen worden war, und ein Range-Rover aus Tönisvorst: Das schwarze Fahrzeug mit Viersener Kennzeichen war vor einer Garage auf dem Blaumeisenweg geparkt gewesen und zwischen Dienstag, 21. November, 21 Uhr, und Mittwoch, 7.30 Uhr, verschwunden. Diese beiden Wagen sind bereits eindeutig zugeordnet.

Zur Gruppe gehören vorwiegend osteuropäische Mitglieder. Sie hat die Fahrzeuge über einen langen Zeitraum vorwiegend im Rheinland und im nördlichen Ruhrgebiet entwendet. Danach wurden sie aufwendig technisch derart manipuliert, dass sie einer Fahrzeugkontrolle standhielten. Fahrzeugunterlagen wurden gefälscht. Anschließend sollten die jetzt sichergestellten Wagen nach Osteuropa gebracht werden.

Bei den Durchsuchungen wurde umfangreiche Beweise sichergestellt. Zudem erhoffen sich die Ermittler Hinweise auf weitere Verdächtige. Sie schließen nicht aus, weitere entwendete Fahrzeuge zu finden. Auch die herkunft der übrigen sichergestellten Autos ist noch zu klären.

(busch-)
 
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