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Viersen
Quadflieg feiert Priesterjubiläum

Viersen. Pfadfinder liegen ihm am Herzen. Vorm Studium hat er eine Gärtnerlehre gemacht. Von Manfred Baum

Am heutigen Christi-Himmelfahrtstag ist der Grefrather Pfarrer und Regionaldekan Johannes Quadflieg (55) seit 25 Jahren Priester und kann damit sein silbernes Priesterjubiläum feiern. Der gebürtige Aachener wurde in der Benediktinerabtei Kornelimünster geweiht.

Schon in seiner Jugend war er in seiner Heimatpfarre St. Donatus (Aachen-Brand) als Messdiener, Firmkatechese und in der Jugendarbeit aktiv. Quadflieg erzählt: "Darüber hinaus gab es Kapläne und einen tollen Pastor, die mich bei der Suche nach meinen Interessen unterstützt haben. Es war für mich jedoch wichtig, erst einmal eine Gärtnerausbildung zu machen, und danach Religionspädagogik in Paderborn zu studieren. In der Zeit wurde mir die Berufung zum Priester deutlicher. Eine Aufgabe in der Kirche war für mich wichtig und richtig."

Nach seiner Weihe war er zunächst Krankenhausseelsorger am Marienhospital in Düren sowie Subsidiar an St. Michael in Düren-Lendersdorf und an St. Nikolaus in Düren-Rölsdorf.

Sein weiterer Weg als Priester führte ihn 1994 nach Kempen, wo er Kaplan in der Gemeinde St. Josef wurde. Am 10. August 1998 folgte die Aufnahme in den Klerus des Bistums Aachen. Von 1996 bis 2000 war Johannes Quadflieg außerdem regionaler Jugendseelsorger der Region Kempen-Viersen.

In Grefrath wurde er im Oktober 1998 als Pfarrer eingeführt. Er löste damit Günter Klussmeier ab. Am 24. Februar 2000 wurde Quadflieg dann zum Dechant des Dekanats Nettetal-Grefrath gewählt und blieb es bis Ende 2006. Er ist bis heute bei den Pfadfindern aktiv. "Das Pfadfindersein ist Ansporn, für das Leben Gottes in der Schöpfung zu sorgen, das uns anvertraut wurde und mit dem wir sorgsam leben sollten", sagt der Pfarrer. Quadflieg hat in Grefrath die Pfadfinderschaft wieder zum Leben erweckt. Bei den Karnevalsumzügen in Grefrath und Vinkrath ist er stets mit den Pfadfindern mitgezogen.

Im Januar 2007 wurde er Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden Grefrath, zu der die früher selbstständigen Pfarren St. Josef Vinkrath, St. Laurentius Grefrath, St. Heinrich Mülhausen und St. Vitus Oedt gehören. Seit Januar 2013 ist er Pfarrer der fusionierten Pfarre St. Benedikt in Grefrath - denn Oedt, Mülhausen und Vinkrath haben keine eigenen Pfarrer mehr. "Ich wünsche mir, dass es gelingen möge, dass St. Benedikt eine wirklich vereinte Gemeinde wird", sagt Quadflieg. Am 12. Dezember 2009 wurde er zum Regionaldekan der Region Kempen/ Viersen gewählt.

Pfarrer Quadflieg, der im Pfarrhaus an der Dunkerhofstraße lebt, bringt sich ein bei den Schützenbruderschaften und feiert die Schützenfeste mit. Zudem ist er seit vielen Jahren Kaninchenzüchter. Er sagt, dass er das ländliche Gemeindeleben mit vielen persönlichen Begegnungen auf der Straße sehr schätzt.

Quelle: RP
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