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Hamminkeln
Hamminkelns Ratssaal wird zur Konzerthalle

Hamminkeln. Erstmals findet ein Philharmoniekonzert im Rathaus Hamminkeln statt. Die Nachfrage ist schon groß. Bei der Neujahrsveranstaltung gastiert die "M:LW Festival Philharmonie" mit klassischem Programm. Von Thomas Hesse

Der Hamminkelner Ratssaal, Ort politischer Auseinandersetzungen und öffentlich bisher maximal für Empfänge genutzt, verwandelt sich beim ersten Neujahrskonzert in der Stadt zum Konzertsaal. Am Sonntag, 7. Januar 2018, startet die "M:LW Festival Philharmonie" mit klassischer Musik ins neue Jahr. Das Konzert beginnt um 11 Uhr.

Eine schöne Tradition mit viel walzer- und wienseliger Musik der Strauß-Familie gehört an vielen Orten zum klassischen Auftakt zu Jahresbeginn. Das Orchester, das mit 45 Instrumentalisten im nicht allzu großen Raum auftritt, ist in Hamminkeln bestens bekannt durch die Reihe "Klassik im Baumarkt" der Rotarier. Bei der letzten Veranstaltung wurde der Abstecher ins Rathaus erstmals bekanntgegeben - und direkt 75 Anmeldungen registriert, ohne dass Programm und Solisten klar waren. Das spricht für das Rennomee, das sich die Philharmonie in Hamminkeln erworben hat. Und für den Bedarf an Kulturveranstaltungen mit Qualität.

So sehen es auch Bürgermeister Bernd Romanski und Dirk Klapsing, Geschäftsführer der Musiklandschaft Westfalen, die gestern das Projekt Konzert vorstellten. 250 Sitzplätze sollen im und vorm Ratssaal geschaffen werden, dafür gibt es schon detaillierte Pläne der Verwaltung. Einlass ist um 10 Uhr, dann kann man sich Sitzplätze per Aufklebezettel reservieren. Es gilt freie Wahl.

Der Ort wurde ausgewählt, weil er nach der Renovierung passendes Ambiente bietet und über gute Akustik verfügt. Andererseits gibt es in Hamminkeln außer Schulaulen oder Turnhallen keine passende Halle für einen Philharmonie-Auftritt. Das Orchester ist zu Neujahr auf Tournee und pflegt besonders den regionalen Kontakt zu kleineren Städten.

Auf dem Programm stehen die schönsten Klänge der Wiener Strauß-Dynastie von berühmten Walzern bis zu hinreißenden Melodien. Das Vorbild sind die weltbekannten Neujahrskonzerte im goldenen Musikvereinssaal in Wien, die jährlich weltweit übertragen werden. Brahms "Ungarische Tänze" gehören ebenso zum Programm wie der unerlässliche Radetzky-Marsch.

Solist des Abends ist der ungarische Stargeiger Joszef Lendvay. Der Echo-Preis-Gewinner hat kürzlich sein Debüt in der Carnegie-Hall in New York gefeiert. Lendvay spielt die "Stradivari es Ries" von 1692, die ihm von der Reinhold Würth-Musikstiftung zur Verfügung gestellt wird.

Dirigent des Philharmoniekonzerts ist der Bulgare Martin Panteleev.

Quelle: RP
 
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