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Hamminkeln
Naturschützer diskutieren über Rückkehr des Wolfes

Hamminkeln. Nachdem im Frühjahr zum ersten Mal eine Wölfin in der Dingdener Heide nachgewiesen werden konnte, richtet die BUND-Kreisgruppe Wesel nun am Mittwoch, 26. Oktober, 19 Uhr, zum Thema "Der Wolf - zurück am Niederrhein?" einen Infoabend aus. Er findet statt in der Gaststätte Majert, Weseler Straße 88, in Brünen - also in der Nähe des Weges der Wölfin. Die Naturschutz-Lobby setzt sich für den Lebensraum des Raubtiers ein. An der Wiederansiedlungspolitik gibt es aber Kritik. So wurden in der Dingdener Heide sieben Ziegen und Schafe gerissen, was Schäfer Knoop zu Schutzmaßnahmen zwingt.

Für Hamminkeln ist das Thema auch deswegen interessant, weil die Stadt mit ihrer gesamten Fläche Aufnahme im Naturpark Hohe Mark findet. Dies zielt unter anderem darauf, Fördergelder für die stille touristische Entwicklung zu bekommen - also mehr Erholungsuchende anzulocken. Ob dazu herumziehende Wölfe passen, ist eine Frage. "Seit sich in Niedersachsen Wolfsrudel etabliert haben, ist nicht auszuschließen, dass auch im nächsten Frühjahr, wenn Jungwölfe ihr Rudel verlassen und auf Wanderschaft gehen, wieder ein Wolf in unserer Nachbarschaft auftaucht", heißt es seitens der Kreisgruppe.

Viele Menschen im ländlichen Raum würden sich die Frage stellen: Können Mensch und Wolf friedlich koexistieren? Ist das überhaupt möglich, und wenn ja, wie ist das zu schaffen? Darüber wollen nun der Naturschützer Uwe Tichelmann vom "Freundeskreis freilebender Wölfe" sowie der Wolfbeauftragte des NRW-Schafzuchtverbandes, Ulf Helming, jeweils aus ihrer Sicht sprechen. Zur Vorgeschichte: Im Frühjahr hatte ein Wolf zum ersten Mal den Niederrhein erreicht (RP berichtete). Dies bestätigte das Landesamt für Naturschutz anhand von Untersuchungen gerissener Ziegen und nach der Auswertung genetische Proben.

Es handelte sich in Dingden um den elften Nachweis eines Wolfes in NRW seit seines ersten Auftretens im Land 2009.

(thh)
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