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Unterwegs Mit Den Hahn-Brüdern
Italien ist raus - wir sind weiter. Auf geht's nach Marseille

Xanten. Nichts für Langschläfer - Freitag um Mitternacht ging es für uns los in Richtung Aquitanien. Das Ziel: Bordeaux, Spielstätte im EM-Viertelfinale für die Fußball-Giganten Deutschland und Italien. Nach zwölf Stunden Fahrt waren wir endlich im Camp le Lac. Dort ist alles in schwarz und gelb gehalten - nicht ganz unangenehm.

Nachdem wir unser Zelt aufgeschlagen hatten, haben wir Lisa vom Fanclub Nationalmannschaft kennengelernt, die für unseren Kumpel Ludger, der kein Ticket fürs Spiel hatte, noch eine Eintrittskarte besorgt hat. Schonmal perfekt - guter Job, Lisa. Zu unserem Glück durften wir mit dem Sightseeing Bus vom Fanclub Nationalmannschaft vor dem Spiel in die Stadt fahren, mal wieder ein Wahnsinns-Erlebnis.

Von Bordeaux Centre startete der Fanwalk. Und der toppte stimmungstechnisch alles bis zu diesem Zeitpunkt Dagewesene. Man spürte, dass etwas Großes bevorstand - die erste Turnierniederlage der Italiener gegen Deutschland. Vor dem Stadion haben wir noch ein Interview mit Ulli Köhler von Sky gemacht. Unsere Eltern wird es gefreut haben. Ein Gruß ging via TV nach Sonsbeck.

Das Spiel hat so viel Nerven gekostet. Unglaublich. Die Stimmung im Stadion war phänomenal, besser als bei allen Spielen zuvor. Ganz egal wer vor, hinter oder neben uns gestanden hat - wir haben uns von der ersten bis zur letzten Minute in den Armen gelegen.Als es zum Elfmeterschießen kam, hatten einige Fans bereits Tränen in den Augen, weil sie diesen Krimi nicht mehr aushielten. Die Anspannung war riesengroß. Nach Jonas Hektors Elfmeter war der Jubel gigantisch. Plötzlich standen wir nicht mehr nebeneinander, sondern lagen uns mit wildfremden Menschen in den Armen. Montag geht's weiter nach Marseille. Italien ist raus, wir sind weiter.

DIE BRÜDER DANIEL UND JÖRG HAHN AUS SONSBECK HABEN TICKETS FÜR ALLE DEUTSCHEN EM-SPIELE UND BERICHTEN VON IHREN ERLEBNISSEN IN FRANKREICH.

Quelle: RP
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