| 11.06 Uhr

China
Mindestens zwei Tote bei Explosion in Ningbo

Fotos: Explosion in China - mehrere Gebäude eingestürzt
Fotos: Explosion in China - mehrere Gebäude eingestürzt FOTO: afp, ZQ
Ningbo. Es ist ein Bild der Verwüstung. Häuser sind dem Erdboden gleich gemacht, überall liegen Trümmer, Dutzende Autos sind stark verbeult. Die Ermittler in China rätseln: Was hat die Explosion verursacht?

Bei einer gewaltigen Explosion in der ostchinesischen Hafenstadt Ningbo südlich von Shanghai sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 30 Verletzte seien ins Krankenhaus gebracht worden, berichtete das Staatsfernsehen. Zwei davon seien schwer verletzt. Das Unglück ereignete sich den Angaben zufolge am Sonntagmorgen auf einem Fabrikgelände im Bezirk Jiangbei, wo es Abrissarbeiten gegeben habe. Nahegelegene Häuser stürzten ein, andere wurden schwer beschädigt.

"Die Explosion war wie ein Erdbeben", berichtete der geschockte Besitzer eines Frühstückrestaurants der Nachrichtenagentur Xinhua. Der Zeiger seiner Uhr war Punkt 8.55 Uhr stehengeblieben. Die Explosion ereignete sich in einem gewerblichen Gebäude, das bald abgerissen werden sollte. Bewohner habe es dort nicht gegeben, aber einige Arbeiter könnten möglicherweise vor Ort gewesen sein, berichteten Staatsmedien.

Fensterscheiben bersten im Umkreis von einem Kilometer

Die Ursache der heftigen Explosion war am Sonntag noch nicht geklärt. Augenzeugen berichteten von einer schweren Erschütterung und einer großen Rauchwolke. 16 Löschzüge der Feuerwehr rückten aus. Dutzende Autos wurden von herumfliegenden Trümmern stark verbeult. Die Wucht war so groß, dass umliegende Gebäude anschließend dem Erdboden gleichgemacht waren. Überall lagen Trümmer, Mauersteine und Gitter herum. Im Umkreis von einem Kilometer barsten die Fensterscheiben. Viele Dächer waren abgedeckt.

China wird immer wieder von schweren Industrieunglücken heimgesucht. Häufig werden gefährliche Materialien oder auch Sprengstoff für Berg- und Straßenbau unsachgemäß gelagert. So ereignete sich vor gut zwei Jahren in einem Gefahrgutlager im Hafengebiet der nordchinesische Metropole Tianjin ein verheerendes Explosionsunglück, bei dem 173 Menschen ums Leben kamen. Unter den Toten waren viele Feuerwehrleute, die zu einem Brand in dem Lager geeilt waren, als sich die heftigen Explosionen ereigneten.

(wer/dpa/AFP)
 
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