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Absturz im Mittelmeer
Tauchroboter kann mit Suche nach EgyptAir-Flugschreiber beginnen

EgyptAir-Absturz: Tauchroboter sucht ab Freitag nach Black Box
Tagelang hatte die Marine nach Trümmern des Flugzeugs gesucht. FOTO: afp
Kairo. Drei Wochen ist es her, dass im Mittelmeer ein Flugzeug der EgyptAir abgestürzt ist. Nun beginnt die Bergung der Black Box vom Meeresgrund. Dazu ist ein Spezialschiff in Ägypten eingetroffen.

Das Schiff der Firma Deep Ocean Search mit Suchgeräten an Bord traf am Donnerstag in der ägyptischen Hafenstadt Alexandria ein, wie die ägyptische Luftfahrtbehörde mitteilte. Ab Freitag werde der Meeresgrund im Absturzgebiet zwischen der griechischen Insel Kreta und der ägyptischen Küste nach der Black Box abgesucht.

Das Schiff "John Lethbridge" hat neben Ortungsgeräten einen Tauchroboter an Bord, der den Meeresgrund absuchen kann. Es soll Vertreter der Untersuchungskommission zur Aufklärung des Unglücks sowie Experten von Airbus mit ins Absturzgebiet nehmen.

Vergangene Woche hatte ein Spezialschiff der französischen Marine Signale von einem der Flugschreiber aufgefangen. Die genaue Lage des Gerätes konnte aber nicht bestimmt werden. Auch wurde bislang der zweite Flugschreiber nicht geortet. Die Zeit drängt: Der Flugdatenschreiber und der Stimmenrekorder senden ihre Ortungssignale nur rund einen Monat lang aus.

Flug MS804 von Paris nach Kairo war am 19. Mai mit 66 Menschen an Bord ins Mittelmeer gestürzt. Die Behörden haben einen Anschlag nicht ausgeschlossen. Eine Auswertung von Flugdatenschreiber und Stimmrekorder würde wichtige Elemente zur Aufklärung der Absturzursache liefern.

(AFP)
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