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68. Internationale Filmfestspiele
Berlinale in Zeiten von #MeToo

Berlinale 2018 Berlin: Wes Andersons Animationsfilm Isle of Dogs eröffnet Filmfestspiele
Der Direktor der Berlinale, Dieter Kosslick, mit einer Trophäe der Filmfestspiele. FOTO: dpa, fis pil fux
Berlin. Die Berlinale eröffnet Donnerstagabend mit einer Weltpremiere: Zum Auftakt der 68. Internationalen Filmfestspiele zeigt US-Regisseur Wes Anderson seinen Animationsfilm "Isle of Dogs" - und er bringt jede Menge Hollywoodstars mit nach Berlin.

Mit dabei ist das hochkarätige Team, das bei dem Film den liebenswerten Hunden eine Stimme gegeben hat - unter anderem Greta Gerwig, Bill Murray, Jeff Goldblum und Tilda Swinton. Angesagt hat sich auch die deutsche Filmelite - von Senta Berger bis Iris Berben, von Mario Adorf bis Wim Wenders.

Begleitet wird die Berlinale von der #MeToo-Debatte. Mit Spannung wird erwartet, ob die mehr als 1600 Gäste - ähnlich wie bei den Golden Globes - durch ihre Kleidung ein Zeichen gegen Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe in der Filmbranche setzen. Erstmals hat das Festival eine Anlaufstelle für Betroffene eingerichtet.

Die Jurymitglieder der Berlinale: Schauspielerin Cecile de France, Fotograf Espanola Chema Prado, Regisseur Tom Tykwer, Filmkritikerin Stephanie Zacharek, Produzentin Adele Romanski und der Komponist Ryuichi Sakamoto (v.l.). FOTO: dpa, jka soe

Durch die Eröffnungsgala im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz führt erneut die Moderatorin Anke Engelke. Die Berlinale gilt mit jährlich mehr als 300.000 verkauften Tickets als das weltweit größte Publikumsfestival.

Bis zum 25. Februar sind 385 Filme aus 78 Ländern zu sehen. Die begehrten Bären-Preise werden am vorletzten Tag am 24. Februar verliehen. 19 Filme sind im Rennen, darunter vier deutsche.

Über die Vergabe entscheidet eine sechsköpfige Jury unter Vorsitz von "Lola rennt"-Regisseur Tom Tykwer. Tykwer ("Babylon Berlin", "Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders") hatte bereits im Vorfeld erklärt, er vermisse derzeit "wilde und sperrige Filme". Und er betonte: "Letztlich sind es wir Filmemacher, die den Laden aufzumischen haben."

(gaa/dpa)
 
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