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Feuer in Gudensberg
Zwölf Verletzte bei Brand in Fachwerkhaus

Gudensberg: Feuerwehr bekämpft Brand in Fachwerkhaus
Gudensberg: Feuerwehr bekämpft Brand in Fachwerkhaus FOTO: dpa, cch gfh
Homberg . Bei dem Brand eines von Ausländern bewohnten Fachwerkhauses im nordhessischen Gudensberg sind mindestens zwölf Menschen verletzt worden - davon fünf schwer.

In dem Haus lebten überwiegend bulgarische und einige polnische Arbeiter und ihre Familien, sagte ein Polizeisprecher am Montagabend in Kassel. Sie arbeiteten in einem nahen Betrieb. Flüchtlinge waren in dem Haus nicht untergebracht. Warum das Gebäude in Brand geriet, war zunächst unklar. Die Polizei hat nach eigenen Angaben bisher keine Hinweise auf einen möglichen Anschlag. "Wir haben keinerlei Erkenntnisse", sagte der Sprecher.

Der Brandort in der Innenstadt sah verheerend aus - als hätte dort eine Bombe eingeschlagen. Das Gebäude stürzte laut Polizei bis auf eine Giebelwand zum Nachbarhaus ein. Das Feuer war am späten Montagabend gelöscht, nur einige Glutnester glimmten noch. Die Brandermittler sahen sich die Überreste des Hauses an. Von dem Gebäude blieb nicht mehr viel übrig.

Zunächst war die Rede von rund 40 Verletzten gewesen. Ob sich zum Zeitpunkt des Brandes noch jemand im Haus befand, war unklar. In dem Gebäude waren laut Polizei 48 Menschen gemeldet. Mehr als 40 Menschen wurden von Einsatzkräften betreut.

Ein Sprecher der Feuerwehr Gudensberg hatte nach dem Ausbruch des Brandes berichtet: "Das Haus steht vom Erdgeschoss bis zum Dachstuhl in Flammen." Alle Wehren seien im Einsatz, um die angrenzenden Häuser zu retten. Die Gebäude wurden vorsichtshalber evakuiert. Die Polizei hatte den Brandort weiträumig abgesperrt. Viele Schaulustige verfolgten die Löscharbeiten.

Gudensberg liegt etwa 20 Kilometer von Kassel entfernt im Schwalm-Eder-Kreis. Das eingestürzte Haus liegt mitten in der Innenstadt des Ortes mit rund 9000 Einwohnern, der mit kleinen Gassen und romantischen Fachwerkhäusern aufwartet.

Brandstiftung in Remseck

Zudem ist ein Feuer in einem Gasthaus unmittelbar neben einer Flüchtlingsunterkunft in Remseck in Baden-Württemberg vorsätzlich gelegt worden. Das sagte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen. In dem leerstehenden Haus seien mehrere Brandherde entdeckt worden. Das Feuer brach in der Nacht zum Dienstag in dem maroden Gebäude aus. Es grenzt an eine Asylunterkunft, in der mehrere Migranten untergebracht waren. Dieses Gebäude war nicht von dem Brand betroffen. Verletzt wurde niemand. Das Gasthaus sei nicht für die Unterbringung von Flüchtlingen geplant gewesen, so der Sprecher. Die Flüchtlingsunterkunft wurde geräumt. Hinweise auf eine fremdenfeindliche Tat werden geprüft.

(AFP)
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