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Schleswig-Holstein
Mann arbeitete jahrelang als falscher Notarzt

Flensburg. Ein Mann aus Schleswig-Holstein hat jahrelang als falscher Notarzt bei Sport- und Musikveranstaltungen gearbeitet.

Gegen den 35-Jährigen werde unter anderem wegen Urkundenfälschung und Amtsmissbrauch ermittelt, erklärte die Polizei in Flensburg am Dienstag. Er arbeitete demnach zunächst als Sanitäter für eine Rettungsorganisation, bevor er dieser ein Medizinstudium vortäuschte. Hinweise aus seinem persönlichen Umfeld brachten die Ermittler auf seine Spur.

Nach Angaben der Beamten gab er dem Rettungsdienst gegenüber an, ein Medizinstudium in Hannover und eine Facharztausbildung am Kieler Universitätskrankenhaus absolviert zu haben. Danach ließ er sich gegen Honorar als Notfallmediziner vor allem bei Motorsportveranstaltungen im dänischen Padborg, aber auch bei Motorsport- und Musikveranstaltungen in Deutschland einsetzen.

Auf dem Computer des Verdächtigen fanden die Ermittler bei einer Durchsuchung eine gefälschte Approbation. Ob und inwieweit der Mann im Rahmen seiner Einsätze notfallmedizinisch tätig wurde, wird derzeit noch ermittelt.

Der Beschuldigte aus dem Kreis Schleswig-Flensburg war demnach nach Bekanntwerden der Ermittlungen gegen ihn Anfang Dezember in einen Verkehrsunfall verwickelt. Danach musste er sich für eine psychiatrische Behandlung in eine Klinik begeben.

(wer/AFP)
 
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