| 20.39 Uhr

Rassismus-Vorwurf gegen Modekette
H&M wird für umstrittenes Werbefoto abgestraft

The Weeknd beendet Zusammenarbeit mit H&M - Rassismus-Vorwurf
The Weeknd. FOTO: dpa, jhe fpt
Toronto. Der kanadische R&B-Musiker The Weeknd will die Zusammenarbeit mit der Modekette H&M beenden. Der Grund: Das schwedische Unternehmen hatte für einen Kapuzenpullover mit der Aufschrift "Coolster Affe im Dschungel" einen dunkelhäutigen Jungen modeln lassen.

"Ich war diesen Morgen geschockt und beschämt von diesem Foto. Ich bin zutiefst beleidigt und werde nicht mehr mit H&M zusammenarbeiten", schrieb der 27-jährige Sänger mit äthiopischen Wurzeln am Montag auf Twitter. The Weeknd wurde bekannt durch den Song "Starboy".

Auch Ex-Tennis-Star Boris Becker zeigte sich auf Twitter erbost. "Es hört nie auf...Wann fangen wir an, Farben zu respektieren!!!"

Der 50-Jährige hatte zuletzt AfD-Politiker Jens Maier angegriffen, nachdem auf dessen Twitter-Account Beckers Sohn Noah als "Halbneger" beschimpft wurde. "Es ist Zeit, aufzustehen, den Finger zu heben und auf die Straße zu gehen. Hier und auf der ganzen Welt", schrieb Becker in einem Gastbeitrag für die "Welt am Sonntag". Rassismus dürfe einfach nicht länger hingenommen werden.

Die Modekette hatte sich nach massiver Kritik im Internet entschuldigt und das Bild zurückgezogen. Der Pullover sei aus dem Sortiment genommen worden, hieß es am Dienstag. "Wir glauben bei allem, was wir machen, an Vielfalt und Inklusion und werden all unsere internen Strategien überprüfen, um künftige Probleme zu verhindern", hieß es in einem Statement, aus dem mehrere Medien zitierten. 

Der Pulli war Teil einer Safari-Kollektion und wurde im britischen Online-Shop angeboten. Andere Kleidungsstücke, etwa mit der Aufschrift "Überlebensexperte", wurden von weißen Kindermodels präsentiert.

The Weeknd, der eigentlich Abel Tesfaye heißt, hatte bei H&M seine eigenen Kollektionen herausgebracht und für die Kette gemodelt. 

(csr/dpa)
 
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