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Düsseldorf
Jetzt um Wohnraum kümmern

Düsseldorf. Eine WG in einer Altbauwohnung, am besten mit Dielen: Vor der Wohnungssuche haben künftige Erstsemester so ihre Träume. Dann kommt die Studienplatzzusage, und es wird klar, dass es in eine Stadt geht, in der Wohnraum für Studenten besonders knapp ist. Doch Abiturienten können einiges machen, um ihre Chancen auf ein Dach über dem Kopf zu erhöhen. Knapp ist studentischer Wohnraum seit Jahren vor allem in den NRW-Städten Aachen, Köln, Münster, Siegen und Paderborn. Zum Wintersemester 2015/2016 wird das auch in Frankfurt am Main, Freiburg, Heidelberg, München, Berlin und der Domstadt Köln wieder so sein. Darauf weist Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk hin. "Dort war die Lage in den vergangenen Jahren bereits sehr angespannt." Wer zum Wintersemester mit dem Studium beginnen will, ist gut beraten, schon jetzt nach Wohnmöglichkeiten zu suchen. Beim Studierendenwerk in Düsseldorf laufen bereits seit einigen Wochen erste Anfragen von zukünftigen Studienanfängern ein. "Viele melden sich schon ab Ende Juni", sagt Anja Bäumker, die Anfragen in Düsseldorf koordiniert. Von Jessica Balleer

Wollen Studienanfänger in ein Wohnheim ziehen, können sie sich bereits jetzt auf die Warteliste des Studentenwerks vor Ort setzen lassen. Eine Studienplatzzusage braucht es dafür meist nicht, die kann nachgereicht werden. Für Einzelapartments mit 17 Quadratmetern, direkt am Campus gelegen, zahlt man in Düsseldorf etwa 315 Euro, sagt Bäumker. Und nicht nur Studentenwerke betreiben Wohnheime. Daneben gibt es zum Beispiel kirchliche und private Träger sowie Vereine. Abiturienten können jetzt schon recherchieren, welche Angebote in den Uni-Städten existieren, in denen sie sich beworben haben. Wer eine Wohngemeinschaft oder eigene Wohnung vorzieht, kann sich in den Portalen im Netz informieren. Tageszeitungen und das Schwarze Brett an der Uni zu erkunden, kann auch hilfreich sein.

"Wer das nötige Geld hat, und eine Wohnung zum 1. August haben kann, sollte zuschlagen", rät Grob vom Deutschen Studentenwerk. Es sei an der falschen Ecke gespart, damit bis zum Oktober zu warten. Bei der Wohnungsbesichtigung ist eine gute Vorbereitung hilfreich. Sind Bürgschaften der Eltern gefordert oder eine Kopie des Passes, kann man als Bewerber schon punkten, wenn man die Unterlagen vorlegen kann. Sich zu sehr auf eine Option zu fixieren, könnte fatal sein. Wird es mit besagtem WG-Zimmer in der Altbau-Wohnung mit Dielen nichts, braucht man Flexibilität: "Man sollte rechtzeitig an einem Plan B feilen", sagt Stefan Grob. Und zur Not immer einen Schlafsack dabei haben, um möglicherweise bei Verwandten oder Bekannten unterzukommen. Die häufigste Wohnform unter Studenten ist die WG. Laut der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks wohnt dort etwa jeder Vierte. 23 Prozent sparen sich den Stress ganz - und bleiben zu Hause.

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Quelle: RP
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