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Afghanische Hauptstadt
Weiterer Anschlag erschüttert Kabul - 15 Tote

Kabul. In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat mit einem weiteren Anschlag ein Selbstmordattentäter mindestens 15 Armee-Kadetten mit in den Tod gerissen.

Das bestätigte am Samstagabend der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Daulat Wasiri. Vier weitere Menschen seien verletzt worden. Der Attentäter war nach Angaben des Sprechers zu Fuß unterwegs. Er habe sich am Tor der Marschal-Fahim-Militärakademie direkt neben einem Kleinbus mit den jungen Männern an Bord in die Luft gesprengt.

Es ist bereits der zweite schwere Anschlag in Kabul innerhalb von 24 Stunden. Am Freitagabend hatte sich in einer schiitischen Moschee ein Selbstmordattentäter der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in die Luft gesprengt. 56 Menschen starben, 55 wurden verletzt.

Wer hinter der Tat steckt, blieb zunächst unklar. Die Taliban hatten erst am Freitag in einem Artikel auf einer Webseite von einem neuen Rachefeldzug für die stark verschärften US-Militäraktivitäten im Land gesprochen.

Die neue Afghanistan-Strategie von US-Präsident Donald Trump sieht eine Wiederaufstockung der Truppen im Land um mehrere Tausend Mann vor. Ihre Luftangriffe gegen Taliban und IS haben die USA schon erheblich verstärkt. Am Dienstag und Donnerstag allein hatten die Taliban in Offensiven in sieben Provinzen mindestens 142 Sicherheitskräfte und Zivilisten getötet.

(felt/dpa)
 
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