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Vereinte Nationen
In Syrien fahren wieder Hilfskonvois

Vereinte Nationen: In Syrien fahren wieder Hilfskonvois
Bei dem Angriff kamen mehr als 20 Zivilisten ums Leben. FOTO: rtr, ALH/
Genf. Die Vereinten Nationen haben ihre Hilfslieferungen in Syrien wieder aufgenommen. "Heute schicken wir einen Konvoi mit Hilfe für die Bewohner in ein belagertes Gebiet in der Provinz Damaskus", erklärte am Donnerstag das UN-Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Ocha) in Genf.

"Wir haben die Hilfslieferungen auf Basis der humanitären Notwendigkeit wieder aufgenommen", hieß es weiter. Die Uno hatte ihre Hilfslieferungen gestoppt, nachdem am Montagabend nahe Aleppo ein Versorgungskonvoi angegriffen worden war. Dabei wurden nach Angaben der beteiligten Organisationen rund 20 Menschen getötet, 18 von 31 Lastwagen mit Hilfslieferungen wurden zerstört. Wer für die Attacke verantwortlich war, blieb bislang unklar. Die USA auf der einen und Russland sowie die syrische Führung auf der anderen Seite machen sich gegenseitig dafür verantwortlich.

Die Uno hoffe nun, "in den kommenden Tagen" weitere Konvois in belagerte Gebiete entsenden zu können, erklärte Ocha. Das werde "von Fall zu Fall" entschieden. Die Uno schätzt, dass in den 18 belagerten Gebieten in Syrien etwa 600.000 Menschen festsitzen. Ihnen fehlt es dort an Nahrungsmitteln, Medikamenten und Trinkwasser.

(lai/afp)
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