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Kabul
Britische Soldaten nach Afghanistan

Kabul. Angesichts heftiger Kämpfe zwischen Regierungstruppen und den radikal-islamischen Taliban hat Großbritannien weitere Soldaten in unbekannter Zahl in die südafghanische Provinz Helmand entsandt. Dies teilte das britische Verteidigungsministerium mit.

Gestern wurde in Helmand weiter gekämpft. Die meisten Regierungsgebäude im Bezirk Sangin sollen inzwischen unter Kontrolle der Taliban sein. Die afghanische Regierung fürchtet, dass die gesamte Provinz in die Hände der Islamisten fallen könnte. Großbritannien stellt derzeit 450 Soldaten für die Ausbildungs- und Beratermission der Nato in Afghanistan, an der auch die Bundeswehr beteiligt ist. Die internationalen Kampftruppen waren Anfang des Jahres abgezogen worden.

Die britischen Soldaten übernähmen eine beratende Rolle in einem Militärlager in der heftig umkämpften Provinz Helmand, hieß es. Der Londoner Zeitung "Times" zufolge ist eine aus 30 Soldaten bestehende Spezialeinheit des Anti-Terror-Kommandos Special Air Service darunter. Sie soll den US-Spezialkräften und der afghanischen Armee helfen, Sangin zurückzuerobern.

Die Stadt war erst am Sonntag in die Hände der Islamisten gefallen. Der stellvertretende Gouverneur der Provinz, Mohammed Jan Rassuljar, hatte über das soziale Netzwerk Facebook im Internet um internationale Hilfe für Helmand gebeten.

Quelle: RP
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