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Zahl der neuen Flüchtlinge stark gesunken
"Wahrscheinlich nur eine vorübergehende Delle"

Fotos: An der Grenze zwischen Österreich und Deutschland
Fotos: An der Grenze zwischen Österreich und Deutschland FOTO: dpa, awe htf
Berlin. Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, ist in den vergangenen Tagen deutlich zurückgegangen. Während sie seit Anfang September konstant zwischen 5000 und 10.000 Neuankömmlingen pro Tag lag, waren es am Wochenende nur noch 2650 am Samstag und 3136 am Sonntag, wie die Bundespolizei am Montag bekannt gab. "Das ist wahrscheinlich nur eine vorübergehende Delle", sagte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums. 

Als Gründe für den Rückgang nannte er den Sturm in der Ägäis, der Flüchtlinge davon abhalten könnte, über das Meer Europa anzusteuern, und den Zaunbau in Mazedonien. Die Bayern wollen ihre bisherige Infrastruktur zur Versorgung der Flüchtlinge aufrechterhalten. Aktuell könnten alle ankommenden Flüchtlinge am gleichen Tag auf die Länder verteilt werden.

Die Bundesregierung kann nach Angaben von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) bis zu 13.000 Flüchtlinge pro Tag aus den Grenzregionen in Deutschland verteilen. "Anfang November haben wir die Zuständigkeit für die Flüchtlingstransporte innerhalb Deutschlands übernommen - und die Kapazitäten seitdem stark ausgeweitet", sagte Dobrindt unserer Redaktion. Jeden Tag stünden bis zu 13 Züge zur Verfügung. "Die Zahl der Busse, die wir einsetzen, ist auf 200 pro Tag verdoppelt worden", erklärte der Verkehrsminister.

(qua)