kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Opferzahlen rechter Gewalt: Bundestag lehnt Linken-Antrag ab

zuletzt aktualisiert: 01.12.2011 - 18:12

Berlin (RPO). Die Linke ist im Bundestag mit einem Antrag zur Überprüfung der Opferzahlen rechtsextremistischer Gewalt gescheitert. Die Regierungsfraktionen CDU/CSU und FDP stimmten am Donnerstag dagegen.

Die Linksfraktion wollte unter anderen die offiziellen Zahlen vor dem Hintergrund der rechtsextremen Mordserie noch einmal unabhängig hinterfragen und neu bewerten lassen. Unterstützt wurde der Antrag von der Grünen-Fraktion. Die SPD enthielt sich.

Hintergrund ist eine Differenz zwischen der Statistik der Bundesregierung, wonach 46 Menschen zwischen 1990 und 2008 durch rechte Gewalt ums Leben kamen, und einer Recherche der Wochenzeitung "Die Zeit" und des "Tagesspiegels", wonach 137 Menschen bis September 2010 durch Gewalt von Rechts starben. Die Linke rechnet bei der Einbringung noch mindestens elf weitere Todesopfer hinzu und kommt auf insgesamt 148 Todesopfer.

Unterschiedliche Zählweise

In der Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion zu dem Thema hatte die Regierung zuvor darauf hingewiesen, dass die Diskrepanz der Zahlen mit einer unterschiedlichen Zählweise begründet werden könne. Demnach seien von offizieller Seite nur die Taten gezählt worden, bei denen eine rechtsextreme Gesinnung als Motiv festgestellt werden konnte. Bei den Recherchen der Journalisten seien dagegen alle Gewalttaten von Rechtsextremen gezählt worden.

Die Linken-Abgeordnete Petra Pau hatte in der Begründung für den Antrag eine unabhängige Beobachtungsstelle gefordert. Dies sei notwendig, da der Verfassungsschutz mit seinen V-Leuten keine nützlichen Informationen geliefert habe, sagte Pau. Die Aufklärung der rechtsextremen Gewalttaten müsse "unvoreingenommen, transparent und radikal" erfolgen", sagte sie.

Wolff attackiert Linke

Scharfe Kritik am Antrag der Linken kam vonseiten der FDP. Der Kampf der Extremisten der einen Seite habe schon immer den Extremisten der anderen Seite als Vorwand und Rechtfertigung gedient, sagte der FDP-Innenexperte Hartfrid Wolff. Die Linke gehe in ihrem Antrag unseriös mit Zahlen um und strebe einen "Gesinnungs-Denunziantentum" an, sagte er.

Quelle: APD

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel (4)
Spotlight (71) | Das rote Blog »
11.12.11 15:05 Uhr
Weiterlesen
Hinweise des Tages II | NachDenkSeiten – Die kritische Website »
02.12.11 16:46 Uhr
Weiterlesen
Bundestag lehnt Linken-Antrag ab - Balkanforum »
02.12.11 10:39 Uhr
Weiterlesen
Presseschau: Deutsche Presse – 02.12.2011 – Gebetsverbot, Neonazis, Davutoğlu, Terror, Rechtsextremismus, NPD | MiGAZIN – Migration und Integration in Deutschland | MiGAZIN »
02.12.11 08:22 Uhr
Weiterlesen
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online

13 Männer gefesselt und erschossen

Neues Massaker in Syrien

Ungeachtet neuer diplomatischer Zwangsmaßnahmen werden in Syrien weiter Menschen ermordet. mehr 

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Der Bundespräsident fordert die israelische Regierung auf, in der Siedlungspolitik ein konstruktives Zeichen für die Palästinenser zu setzen ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

13 Männer gefesselt und erschossen

Neues Massaker in Syrien

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Möglicher Militäreinsatz in Syrien

USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Der Bundespräsident fordert die israelische Regierung auf, in der Siedlungspolitik ein konstruktives Zeichen für die Palästinenser zu setzen. Seine zweifelnden Äußerungen über das Einstehen Deutschlands für Israel im Ernstfall sorgen für Aufregung. VON Aus Israel berichtet Birgit Marschall  mehr

 
 

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

 
 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Top-Services