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Kurzporträt Frauke Petry
Die neue AfD-Chefin erfindet sich immer wieder neu

Kurz-Porträt: Frauke Petry – jung, weiblich, populistisch
Kurz-Porträt: Frauke Petry – jung, weiblich, populistisch FOTO: dpa, spf pil tmk
Berlin. Wechsel an der Führungsspitze der AfD: Frauke Petry führt ab sofort die Partei. Die 40-Jährige ist Wissenschaftlerin, Mutter, ehemalige Unternehmerin und nun Bundesvorsitzende der AfD. 

Die promovierte Chemikerin kam 2013 ohne politische Erfahrungen zur Alternative für Deutschland. Doch in den östlichen Bundesländern, wo viele unzufriedene Wechselwähler leben, hat ihr das sogar einen gewissen Vertrauensvorsprung verschafft.

Wenn Petry bei Wahlveranstaltungen oder auf Parteitagen spricht, bildet sie kurze, einfache Sätze. Ihren Politikstil beschreibt sie selbst als "konstruktiv mit einem gelegentlichen Hang zur Provokation". 

Im Parteivorstand stand sie anfangs im Schatten des AfD-Gründers Bernd Lucke. Doch nach ihrem Erfolg bei der Landtagswahl in Sachsen 2014 wollte sich Petry nicht mehr länger mit der Rolle als Nummer zwei zufriedengeben. Nach einer längeren Phase der Entfremdung forderte sie den Parteigründer in diesem Frühjahr offen heraus.

Petry ist mit einem evangelischen Pfarrer verheiratet und hat vier Kinder. Als Wissenschaftlerin heimste sie Preise ein. Als Unternehmerin war sie weniger erfolgreich.

Seit Herbst 2014 ist sie Fraktionsvorsitzende der AfD im sächsischen Landtag. Petry gilt zwar als Vertreterin des gerade im Osten sehr starken rechtsnationalen Flügels der Partei. Aus Sicht ihrer Gegner hat sie sich aber nur aus Kalkül dort einsortiert und nicht aus ideologischen Gründen. Zu ihren wichtigsten Verbündeten gehören die Landesvorsitzenden von Nordrhein-Westfalen und Brandenburg, Marcus Pretzell und Alexander Gauland.

(dpa)
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