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Referendum
Merkel möchte Ton in Debatte um "Brexit" nicht verschärfen

Merkel: Kanzlerin möchte Ton in Debatte um "Brexit" nicht verschärfen
Bundeskanzlerin Merkel traf am Donnerstag auf den slowakischen Ministerpräsidenten Fico. FOTO: dpa, car lof
Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine Woche vor dem "Brexit"-Referendum für einen Verbleib der Briten in der EU geworben. "Wir wünschen uns, dass Großbritannien Teil der Europäischen Union bleibt", sagte Merkel am Donnerstag bei einem Treffen mit dem slowakischen Präsidenten Robert Fico in Berlin.

Die Entscheidung liege aber "natürlich in den Händen der Bürgerinnen und Bürger Großbritanniens". Merkel lehnte es ab, den Ton angesichts der jüngsten Umfragen zum Referendum am 23. Juni zu verschärfen. Sie habe ihre Position "vielfach" deutlich gemacht, sagte die CDU-Vorsitzende.

Fico warnt vor kontraproduktiven Drohungen

Bei einem britischen Austritt würden die verbleibenden 27 EU-Mitglieder mit London künftig Verhandlungen wie mit einem "Drittstaat" führen. Nach den jüngsten Umfragen haben die EU-Gegner auf der Insel an Boden gewonnen. In einigen Umfragen liegen sie sogar deutlich vorn. Fico warnte ebenfalls vor Drohungen an die Adresse der Briten: "Ein jegliches Eingreifen gegenüber den Wählern könnte außerordentlich kontraproduktiv sein."

Der slowakische Regierungschef fügte hinzu: "Wenn ein Team in der 90. Minute 0:3 zurückliegt, kann ich nur schwer glauben, dass dieses Ergebnis umgedreht wird und wir noch 4:3 gewinnen. Wir müssen realistisch bleiben." Die Slowakei übernimmt am 1. Juli die Präsidentschaft der EU.

Politische Gegner und Befürworter des EU-Austritts FOTO: dpa, Facundo Arrizabalaga
(dpa)
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