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Paris
Pariser Polizei räumt Fahndungspanne ein

Paris. Wenige Stunden nach den Terroranschlägen in Paris soll die Polizei nahe der belgischen Grenze ein Auto mit drei Männern gestoppt haben. Einer dieser Männer soll Salah Abdeslam (26) gewesen sein - jener Mann, der jetzt mit internationalem Haftbefehl gejagt wird. Die Beamten sollen ihn verhört und seine Personalien aufgenommen haben, dann ließen sie ihn wieder laufen. Die beiden Mitfahrer wurden später in Brüssel festgenommen.

Laut Nachrichtenagentur AP bestätigten drei namentlich nicht genannte französische Polizisten und ein Sicherheitsbeamter diese Information. Später veröffentlichte die französische Polizei auf Twitter ein Foto des Verdächtigen. Salah Abdeslam wird verdächtigt, an den Anschlägen in Paris beteiligt gewesen zu sein. Der Mann wurde in Brüssel geboren. Er ist 1,75 Meter groß, hat braune Augen. Die Behörden warnen, er sei "gefährlich". Die Beamten räumten später die Fahndungspanne ein. Sie gaben zu, dass zum Zeitpunkt der Kontrolle bereits seit Stunden klar war, dass Salah Abdeslam der Mieter des VW Polo war, mit dem die Angreifer zur Konzerthalle Bataclan gefahren waren, wo sie später mindestens 89 Menschen erschossen.

In Belgien suchten Spezialeinsatzkräfte bei mehreren Razzien nach Salah Abdeslam. Der 26-Jährige ist der Bruder eines Selbstmordattentäters von Paris. Doch ein vierstündiger Spezialeinsatz der belgischen Polizei in dem als Islamistenhochburg bekannten Brüsseler Stadtteil Molenbeek brachte gestern keinen Erfolg. Einige Nachrichtenagenturen berichteten zwar zunächst davon, dass den Einsatzkommandos der Gesuchte ins Netz gegangen sei. Doch die Staatsanwaltschaft widersprach: "Die Hausdurchsuchung war negativ, und es wurde kein Haftbefehl ausgesprochen."

Quelle: RP
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