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krefeld Pinguine
Kampf und Einsatz wieder nicht belohnt

Kretschmann nach dem Spiel der Pinguine gegen die DEG
Del. Eishockey: Die Krefeld Pinguine machten gestern im Heimspiel dem Tabellenführer Eisbären Berlin das Leben schwer und hätten wie schon am Freitag im Derby einen Punkt verdient gehabt. Morgen kommen die Grizzlys Wolfsburg. Von H.-G. Schoofs

Es ist wie verhext. Die Pinguine kommen einfach nicht entscheidend in die Erfolgsspur. Über weite Strecken waren die Krefelder im Duell mit den Eisbären aus Berlin ein gleichwertiger Gegner. Nach einem 1:3-Rückstand kämpften die Hausherren mit großem Einsatzwillen um den Ausgleich, wurden aber erneut nicht belohnt. Damit unterlagen die Schwarz-Gelben in dieser Eiszeit bereits zum zwölften Mal mit nur einem Tor Unterschied. Im ersten Drittel waren die Pinguine dem Führungstreffer näher als die Berliner. Erst danach zeigten die Eisbären ihr wahres Gesicht und nutzten ihre wenigen Torchancen eiskalt aus.

Der späte Ausgleichstreffer im Derby gegen die DEG sorgte auch gestern noch für Gesprächsstoff auf den Rängen. Rüdiger Noack hatte sich nach dem Spiel gemeinsam mit den Schiedsrichtern die Szene per Video angesehen. Dabei wurde deutlich, dass der Schuss von Mark Hurtubise erst die Linie überquerte, als die grüne Lampe hinter dem Tor schon leuchtete. Grün bedeutet Spielunterbrechung oder wie in diesen Fall Spielende. "Wir haben dieses Match abgehakt und konzentrieren uns jetzt auf das Match gegen Berlin", sagte Franz Fritzmeier Samstag nach dem Training. Der Coach änderte sein Aufgebot gegenüber dem DEG-Spiel. Henrik Eriksson nahm für Istvan Sofron den Tribünenplatz ein. Lukas Koziol kehrte rechtzeitig von der U20-WM zurück und gesellte sich in die vierte Sturmreihe. Die Berliner, die am Freitag Mannheim von der Tabellenspitze verdrängt hatten, besaßen durch Pohl die erste Torchance des Spiels, er scheiterte aber an Torwart Patrick Galbraith (3.). Eine Minute später setzte sich das Scheibenpech der Pinguine von Freitag nahtlos fort. Mark Hurtubise angelte sich gegen Mulock den Puck, spielte Torwart Vehanen schön aus, doch die Scheibe prallte gegen den Innenpfosten. Das war aber das Signal für ein starkes erstes Drittel der Krefelder. Ein Schuss von Norman Hauner sauste knapp am Tor vorbei. Die Gäste von der Spree wurden der Rolle eines Spitzenreiters bis zur ersten Pause nicht gerecht. Selbst als Pietta auf der Strafbank saß, geriet Galbraith nicht in Gefahr.

Die Pausenansprache von Berlins Trainer Uwe Krupp spiegelte sich im zweiten Drittel auf dem Eis wider. Plötzlich bekam die Eisbären schnelle Beine und legten auch spielerisch zu. Darin Olver wurde an der blauen Linie schön angespielt, lief auf und davon und ließ Torwart Galbraith keine Abwehrchance (27.). Zwei Minuten später konnte Talbot kurz vor dem Tor den Puck ohne Gegenwehr mit der Rückhand ins Netz schlenzen. Die Pinguine reklamierten vergeblich auf Abseits. Von diesem Doppelschlag erholten sich die Schwarz-Gelben nur schwer. Vehanen fischte einen schönen Schuss von Hauner mit der Fanghand aus der Luft (34.). In den letzten Sekunden des Mitteldrittels waren die Pinguine mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Hurtubise zog aus sechs Metern ab, erwischte aber Martin Schymainski, der dem Torwart die Sicht versperrte.

DEG-Spieler Fischbuch nach dem Spiel gegen die Pinguine

Im Schlussdrittel bündelte Trainer Fritzmeier die Kräfte. Weihager und Koziol pausierten, Sofron und Kretschmann wechselten sich ab. Die Pinguine setzten ihren Gegner unter Druck. Nach einem schönen Zuspiel von Hauner erzielte Valentibe den Anschlusstreffer (45.). Die Krefelder Aufholjagd wurde schon knapp drei Minuten später gestoppt. Olver lief wie bei einem Führungstreffer alleine auf Galbraith zu und erhöhte eiskalt auf 3:1. Neun Minuten vor dem Ende schöpften die KEV-Fans noch mal Hoffnung, als ein Schlagschuss von Fischer den Weg ins Berliner Gehäuse fand. Nachdem die Gastgeber eine Strafe gegen Valentine überstanden hatten, starteten sie die Schluss-Offensive. Vier Minuten vor dem Ende ergab sich dann in Überzahl die große Chance zum Ausgleich. Doch die Eisbären ließen nichts anbrennen, auch nicht, als Torwart Galbraith vorzeitig sein Tor verließ.

Quelle: RP
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