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Umicevic: Schnäppchen im Schlussverkauf

Lokalsport: Umicevic: Schnäppchen im Schlussverkauf
Trainer Franz Fritzmeier und Neuzugang Dragan Umicevic (rechts) kennen sich aus der gemeinsamen Zeit bei den Kölnern Haien. Gestern gab es an der Krefelder Westparkstraße das ersehnte Wiedersehen. FOTO: samla
Del. Eishockey: Die Krefeld Pinguine präsentierten gestern ihren neuen Stürmer aus Schweden, der den erkrankten Martin Schymainski, der vorerst sechs Wochen pausieren muss, in der ersten Reihe ersetzen soll. Von H.-G. Schoofs

So bedauerlich der Ausfall von Martin Schymainski auch ist, so sorgte der sehr schnell verpflichtete Ersatz bei den KEV-Fans für Begeisterung. Denn mit Dragan Umicevic angelten sich die Krefeld Pinguine im europäischen Sommerschlussverkauf ein Schnäppchen (die RP berichtete). Gestern wurde der schwedische Stürmer, der zuletzt das Trikot der Kölner Haie trug, offiziell vorgestellt. Der Familienvater einer Tochter (3) und eines Sohns (2), unterzeichnete einen Zweijahresvertrag und erhält die Trikotnummer 84. Die hatte in der Vorsaison Lukas Koziol, der jetzt mit der Rückennummer 96 aufläuft. "Ich bin sehr glücklich, dass ich jetzt in Krefeld bin. Ich denke, dass wir die Play-offs erreichen werden", sagte der 31-Jährige. Er habe auch mit anderen Vereinen gesprochen: "Ich kenne Fritzi von der gemeinsamen Zeit in Köln sehr gut und hatte regelmäßig Kontakt zu ihm." Dass er seinen neuen Cheftrainer bei seinem englischen Statement "Fritzi" nannte, zeugt von einer guten Chemie zwischen den beiden.

Fritzmeier ist froh, dass der Ausfall von Schymainski so schnell und hochkarätig kompensiert werden konnte: "Es gab ja schon Ende der vergangenen Saison und auch danach Gespräche. Zum Glück war Dragan jetzt noch auf dem Markt. Er ist international sehr erfahren und im Powerplay einer der besten Spieler der Liga." Umicevic absolvierte in der Vorsaison einschließlich Play-offs 62 Spiele für die Haie und war mit 53 Scorerpunkten (9 Tore/44 Assists) drittbester Scorer des Teams. Er gilt auf dem Eis als spielstarker Lenker und Denker. Mit seiner glänzenden Technik und seinem guten Auge ist er ein exzellenter Passgeber, was seine vielen Vorlagen in seiner Karriere bestätigen. Vor dem Wechsel nach Köln spielte Umicevic für den Schweizer Erstligisten EHC Biel. Die meisten Spiele absolvierte er in der schwedischen Eliteliga. Über Finnland führte sein Weg dann ins Land der Eidgenossen. Am Montagabend traf er in Krefeld ein. Gestern Vormittag schaute er noch kurz beim Training zu. Am Nachmittag stand er dann schon mit seinen neuen Mannschaftskameraden auf dem Eis und nahm in der ersten Sturmreihe den Platz von "Schimmi" an der Seite von Daniel Pietta und Marcel Müller ein. Mit keinem seiner neuen Teamkollegen hat Krefelds neuer Schwede schon zusammen gespielt: "Das gab es in meiner Karriere noch nie", sagte Umicevic, der im Alter von vier Jahren mit seinen Eltern und seinem Bruder von Bosnien nach Schweden auswanderte.

Gestern stellte sich Teamarzt Martin Wazinski zum Ausfall von Schymainski den Fragen der Medienvertreter. "Er wird definitiv die nächsten sechs Wochen ausfallen. Bei ihm wurde ein Bandscheibenvorfall festgestellt. Im Rahmen dieser Untersuchung wurde eine Allgemeinerkrankung (Pfeiffersches Drüsenfieber, Anm. d. Red.) festgestellt. Er ist vollmotiviert, so früh wie möglich wieder zurück zu kehren. Den Zeitpunkt kann ich derzeit nicht genau beziffern, aber sechs Wochen ist momentan ein guter Zeitraum. Der Spieler muss beide Erkrankungen auch erstmal physisch wegstecken", erklärte der Sportmediziner aus dem Malteser Krankenhaus in Uerdingen. Zu den Ergebnissen der Fitnesstests sagte er:"Ich kann global sagen, Athletik und Ausdauer waren sehr zufriedenstellend. Es gibt keinen Spieler, der von der Kraft und der Ausdauer nicht mithalten kann." Auch Trainer Franz Fritzmeier ist von den Werten angetan: "Es sind international keine super Werte, aber in der DEL sind wir schon ganz oben angesiedelt." Die Messlatte liegt für ihn ziemlich hoch. Denn schon vor Wochen hatte der jüngste DEL-Trainer erklärt, dass Krefeld das fitteste Team der Liga haben wird: "Am Ende des Tages müssen wir natürlich auch Eishockey spielen. Aber Fitness und gute Vorbereitung sind die Basis, um leichter und länger auf einem hohen Level spielen zu können."

Quelle: RP
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