1. Bundesliga 17/18
| 16.49 Uhr

Posse um FC-Stürmer geht weiter
Modeste will sich in Kölner Trainingsbetrieb einklagen

Die nervigsten Transfer-Hickhacks der vergangenen Jahre
Die nervigsten Transfer-Hickhacks der vergangenen Jahre FOTO: dpa, gki
Düsseldorf. Anthony Modeste bestimmt weiter die Schlagzeilen. Am Sonntag wurde der Torjäger von den Geißböcken für das anstehende Trainingslager in Bad Radkersburg freigestellt. Modeste will das aber nicht akzeptieren und sich nun in den Kölner Trainingsbetrieb einklagen. 

Laut einer Pressemitteilung des Arbeitsgerichts Köln klagt der FC-Stürmer gegen seinen Arbeitgeber – den 1. FC Köln. Der Angreifer klagt im Rahmen eines einstweiligen Verfügungsverfahrens, um wieder am Training und dem laufenden Trainingslager teilnehmen zu können. 

FC-Manager Jörg Schmadtke reagierte gelassen auf die Ansetzung des Gerichtstermins. "Es ist okay, dass der Spieler versucht, seine Rechte wahrzunehmen", sagte er der dpa. Die Vorgehensweise des Kölner Arbeitsgerichts empfindet Schmadtke allerdings als befremdlich: "Es ist ungewöhnlich, dass erst die Öffentlichkeit informiert wird, bevor der Klub von dieser Sache in Kenntnis gesetzt wird", sagte er. Schmadtke und FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle wollen sich mit Anwalt Stefan Seitz in Verbindung setzen, um das weitere Vorgehen zu klären.

Der Klub hatte Modeste freigestellt, "damit er sich mit seiner Zukunftsplanung beschäftigen und über seine Karriere nachdenken kann". Danach war die Mannschaft von Chefcoach Peter Stöger ins Trainingslager aufgebrochen. 

Hintergrund ist der seit Wochen im Raum stehende Transfer des Kölner Torjägers Modeste zum chinesischen Verein Tianjin Quanjian. Der Franzose sollte eigentlich einen vom FC vorgelegten Auflösungsvertrag unterzeichnen. Dann hätte der Transfer stattfinden können. Die Kölner könnten bei einer Einigung als Ablösesumme rund 35 Millionen Euro erhalten. Das Transferfenster in China endet am Freitag.

Am Donnerstag, 13. Juli, soll um 11 Uhr verhandelt werden. 

 

(old/dpa)
 
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